Die Chancen einer mRNA-Impfung gegen MS neu überdacht (Allgemeines)

W.W. @, Mittwoch, 27.01.2021, 14:00 (vor 29 Tagen) @ W.W.

Ich sehe, dass ich die Frage nicht richtig beantwortet habe: Kann eine mRNA-Impfung MS-Betroffenen etwas bringen?

Nach meiner aktuellen Sicht sieht es doch eher so aus, als sei so eine Impfung nicht das, was ich bisher unter einer Impfung verstanden habe, also das Verabreichen einer Substanz, die verhindert, dass mich Masern- oder Polioviren befallen.

Z.B. zielt die mRNA-Impfung wohl eher darauf, dass die Corona-Viren an ihrer Oberfläche keine Spikes ausbilden und deswegen nicht in der Lage sind, in Zellen einzudringen.

Ist das mit einer MS vergleichbar? Wenn ich mir vorstelle, ich würde einen mRNA-Impfstoff gegen die MS einsetzen, dann würden Antiköper gegen das Myelin nicht mehr das Myelin angreifen...?

Ich muss gestehen, dass ich mir das nur schwer vorstellen kann, weil ich immer denke, dass die Antikörper doch irgendwie wissen müssen, was sie nicht angreifen dürfen. Sie müssen also auf irgendeine Weise das "MS-Antigen" kennen.

Aber vielleicht ist auch das ein Denkfehler...? Man könnte doch auch die Lymphozyten irgendwie daran hindern, die Blut-Hirn-Schranke zu passieren, wie z.B. Tysabri. Dann braucht man kein Wissen um ein "MS-Antigen".

Aber wäre es dann nicht ein Risiko, den Lymphozyten generell zu verbieten, ins Gehirn einzudringen. Könnte es nicht sein, dass man dann den Beelzebub mit dem Teufel austreibt?

Aber ich sehe, meine Überlegungen sind sehr naiv, und es gibt sicher noch zig andere Möglichkeiten, wie man in unserem Immunsystem dafür sorgen kann, dass z.B. aggressive und schützende T-Lymphozyten ein Gleichgewicht finden, das einerseits den MS-Verlauf abmildert, und andererseits unseren Schutz durch unser Immunsystem nicht beeinträchtigt.

Ich fürchte aber - und das ist die Antwort -, dass wir dann, wenn wir auf Verdacht hin im Immunsystem herumstochern, mit Folgen zu rechnen haben, die wir nicht vorhersehen konnten, als ob wir z.B. ein Immunsuppressivum einsetzen würden, das vielleicht die MS günstig beeinflusst, aber später einen Krebs wachsen lässt.

Dieses "Herumstochern", ohne genau zu wissen, was man tut, ist wohl die Hauptsorge, die ich habe. Ich bleibe also dabei: Wenn wir die Ursache der MS nicht kennen, wird es gefährlich sein, sie auf Verdacht hin zu unterdrücken.

W.W.


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