Könnte ein mRNA-Impfstoff doch eine Hoffnung für MS-Betroffene sein? (Allgemeines)

W.W. @, Sonntag, 24.01.2021, 17:25 (vor 42 Tagen) @ W.W.

Ich glaube, dass erst die Ursache gefunden werden muss, bevor an eine Therapie gedacht werden kann. Wenn man das nicht tut, sehe ich die Gefahr, dass wir auf Verdacht hin in einen komplizierten Immunmechanismus eingreifen, den wir nicht verstehen.

Bei der MS denke ich eher an so eine Ursache-Wirkungskette wie Vitamin C-Mangel -> Skorbut oder zu wenig Sonnenschein -> MS oder Erreger -> MS.

Wenn man den Erreger hat, kann man ihn bekämpfen - durch Medikamente oder durch Impfungen, aber nicht, wenn man ihn nur vermutet. Imho.

Das soll aber nicht heißen, dass ich überhaupt keine Hoffnung sehe, dass mRNA-Impfstoffe bei der MS helfen können, aber vor die Therapie haben die Götter die Ursache gestellt. Oder gibt es hierfür eine Ausnahme?

Ich könnte mir vorstellen, dass wir uns molekularbiologisch verrannt haben, weil wir die Neuroimmunologie oder die Epigenetik für zu exotisch halten und deswegen ignorieren.

W.W.

PS: Wenn wir etwas tun, was wir nicht richtig verstehen, kann es dazu kommen, einen Assuan-Staudamm zu bauen oder Unkrautvernichtungsmittel einsetzen. Oder Stechmücken unfruchtbar machen, oder Nilbarsche im Victoriasee zu züchten. Oder Atomkraftwerke bauen, weil uns bestimmt noch etwas einfallen wird, den Atommüll zu beseitigen.


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