Die Sache mit der Genauigkeit (Allgemeines)

fRAUb @, Freitag, 31.07.2020, 06:06 (vor 7 Tagen) @ Karo

Das:

Wir sollten bei einem Gespräch versuchen, sich durch empathisches Nachfragen dem Gemeinten zu nähern.


Wer ist "wir"? Ich frage nicht zuletzt deshalb, weil Ihr Satz ungrammatisch ist - statt <Wir sollten [...] versuchen, sich durch empathisches Nachfragen dem Gemeinten zu nähern> müsste es richtig heißen: <Wir sollten [...] versuchen, uns durch empathisches Nachfragen dem Gemeinten zu nähern.>

Das falsche Reflexivpronomen scheint mir darauf zu verweisen, dass Sie das gerne so hätten und Ihr Umfeld auf das Ungefähre, nicht Nachprüfbare, Abschweifende, bisweilen Irrlichternde verpflichten möchten. Dieses zweifelhafte Ideal einer "guten Kommunikation" in der Wissenschaft ist bei Ihnen Programm, aus Gründen - die hier schon oft, viel zu oft diskutiert worden sind.

Auch der paternalistische Tonfall des Satzes stört, aber das lasse ich mal beiseite.

Das Hundertprozentige ist meiner Ansicht nach oft kleinkariert.

Ist eine interessante Kritik, die genau das Gespräch zwischen Stefan und mir berührt- und eigentlich grundsätzlich das trifft, was ich damit ansprechen und aussagen wollte!

Wenn ich aber glaube, dass das Universum meine Gedanken und Gefühle kennt und meine Geschicke regelt, brauche ich mich mit niemandem mehr gemein zu machen, der das vielleicht in dem Moment gar nicht kann oder will. Wenn es so sein soll, werden die Weggefährten mich finden.

Nicht, weil ich falsch liegen würde, sondern weil das Universum vielleicht genau in diesem Moment andere Menschen vor andere Aufgaben gestellt hat und diese mit der Bewältigung derselbigen gerade beschäftigt sind.
Oder das Universum hat bestimmt, dass jetzt nicht die Zeit dafür ist und ich mich eher mit etwas anderem auseinander setzen muss.
Wenn dem so ist und ich dränge trotzdem drauf, wird es mein eigenes, kleines Universum in Unordnung geraten lassen, denn seine Ordnung, wird das Universum auf keinen Fall durcheinanderbringen lassen- oder gar das Universum eines anderen!

Persönlich, finde ich den Gedanken beruhigend.
Für diese Erkenntnis, habe ich ein paar Jahre meditiert.
Vielleicht könnte man auch schreiben, dass das Universum mich nicht mit der kürzesten Leitung gesegnet hat.
Bei genauerer Betrachtung also, ist es nicht mehr verwunderlich, dass ich so krank geworden bin.

So. Lieber Doc- und dies war mein Beitrag zur Ursachenforschung der MS!


Jetzt, genau in diesem Moment, fühlt es sich genau SO richtig an.

Danke dafür!

LG und schönes Wochenende für alle.


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