Die DMSG sollte ihre Cortison-Empfehlungen widerrufen! (Allgemeines)

W.W. @, Samstag, 18.07.2020, 15:42 (vor 21 Tagen) @ UWE

Mal wieder was aus der PRAXIS

Cortison-Infusionen (3x 1000 mg Urbason) habe ich stets gut vertragen.

Alternativ dazu:
Orale Gaben mit Dexamethason (3x 24 mg, 2x 16 mg) habe ich deutlich schlechter vertragen.

Fazit
Grau ist alle Theorie
- jeder reagiert auf Cortison anders.

Da helfen keine Verbote.

Uwe

Ich denke, so darf man die Studienergebnisse über Cortison nicht zusammenfassen!:-(

Wenn Cortison wirkt, müssen 100 MS-Betroffene, die jeden Schub mit Cortison behandeln lassen, besser abschneiden als 100 MS-Betroffene, die sich kein Cortison geben lassen. Nach einer bestimmten Zeit (z.B. 10 oder 20 Jahre) muss die Cortisongruppe einen besseren EDSS-Wert haben als die Patienten, die nicht mit Cortison behandelt wurden.

Falls dies nicht der Fall ist, ist meiner Ansicht nach bewiesen, dass Cortison den MS-Verlauf nicht günstig beeinflusst. Es mag sein, dass es einzelne Menschen gibt, die andere Erfahrungen machen, dem will ich nicht widersprechen, weil es das Wesen von statistischen Ergebnissen ist, dass es in 1 oder 5% der Fälle zu "Ausreißern" kommt, aber wer selbst zu diesen "Ausreißern" gehört, darf - meiner Ansicht nach - nicht behaupten, dass was nach einer großen Studie das Ergebnis ist, könne durch individuelle persönliche Erfahrung in der Weise widerlegt werden, dass man anderen Menschen mit dem, was man an sich selbst beobachtet hat, Ratschläge gibt.

Das wäre zutiefst unwissenschaftlich und der Willkür wäre Tür und Tor geöffnet!!! Ich meine, Sie, Uwe, düften das nicht öffentlich behaupten, es sei denn, Sie würden Studien kennen, die die Cortisonwirkung auf den Langzeitverlauf der MS nachweisen. Auf keinen Fall ist es zulässig, diese Studien aufgrund persönlicher Erfahrung zu ignorieren!

Es ist nicht der unwissenschaftlich, der solche Studienergebnisse mitberücksichtigt, sondern der, der sie wegerklären will. Dieser Vorwurf trifft auch die DMSG! Allerdings mit dem Vorbehalt, dass es keine gute Studie gibt, die nachweist, dass Cortison den Langzeitverlauf der MS günstig beeinflusst. Wenn es diese Studien doch geben sollte, dann muss ich meine Meinung revidieren! Das ist der Sinn von Studien und Wissenschaft!

W.W.


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