Artikel für ungläubige Gläubige (Allgemeines)

tournesol @, Donnerstag, 16.07.2020, 10:19 (vor 22 Tagen) @ stefan

Ich glaube daran, dass das meiste nicht Wissen, sondern Glaube ist.

Ich finde das völlig „normal“, unbedenklich, menschlich.

Auch der Glaube an Wissenschaft ist oft nichts anderes, manchmal schon.

Dass Penicillin hilft halte ich vielfach für bewiesen. Basistherapie, Cortison bei MS..., das ist unklarer, auf der Skala mehr Richtung Glaube als „eindeutig“

Von den Ärzten aus gesehen ist es vielleicht 'Glaube', sie 'glauben' an die Schulmedizin mit Leitlinien oder manche an alternative Therapien oder bei MS ans Abwarten.

Bei mir ist es eher Hoffnung als Glaube. Ich hoffe, dass das was ich tue, etwas nützt und nicht schadet. Wissen oder glauben tue ich es nicht.
Wenn sich eine Wirkung einstellt, geht hoffen in wissen über oder in glauben, wenn die Veränderung entgegen meiner Vermutung gar nichts mit den Maßnahmen zu tun hat.

Wenn ich bei der Sehnerventzündung sofort Cortison bekommen hätte, hätten ich und die Ärzte wahrscheinlich geglaubt, das hat's gebracht. Ich war aber erst über eine Woche nachdem es angefangen hatte beim Neurologen und als ich nochmal ein paar Tage später in der Klinik war und Cortison bekommen habe, hatte sich die SE schon von selber gebessert. Alles andere ist gleich geblieben. Also glaube ich, dass Corti in dem Fall nichts gebracht hat. Da ich aber keine starken Nebenwirkungen hatte, würde ich beim nächsten Mal vielleicht hoffen, dass eine frühere Behandlung etwas nützen würde.


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