Über die Zukunft der MS-Therapie (Allgemeines)

W.W. @, Dienstag, 07.07.2020, 12:26 (vor 36 Tagen) @ Sandy85

Fakt ist, es bewegt sich was.

Das klingt sehr hoffnungsfroh!:-) Aber manchmal denke ich, dass es eine fundamentale Asymmetrie gibt zwischen denen, die auf eine neue Therapie hoffen, und denen, die lieber abwarten (watchful waiting).

Ich glaube, die, die sich dafür entscheiden, etwas zu tun, geraten leicht auf einen Weg, den sie schwer wieder verlassen können - vor allem, wenn er teuer und beschwerlich und risikoreich ist.

Meiner Ansicht nach ist man dann leicht gefangen, auch weil man sich selbst für zu klug hält, um zu erwarten, dass gleich die erste Therapie anschlagen wird. Man wartet also erst einmal geduldig 3 oder 6 Monate oder sogar ein Jahr, um dann "ganz rational" zu entscheiden, dieses Medikament oder diese Methode waren es offensichtlich nicht, aber ich habe ja noch zig andere Möglichkeiten, weil das "Arsenal" gut gefüllt ist.

So könnte man - aber das ist möglicherweise mein Vorurteil - immer tiefer in den Sumpf geraten und immer weiter hoffen. Das könnte gut sein; wegen der Hoffnung,, hat aber auch etwas Irrationales, weil gleich die erste Entscheidung (Möchte ich mich medikamentös behandeln lassen oder nicht?) nicht rational ist, sondern darauf beruht, wie man gestrickt ist - und nicht darauf, wie scharfsinnig man ist.

Ich fürchte also, dass uns das, was sich bewegt, immer tiefer in einen Irrweg lockt.

W.W.


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