Versagen (Allgemeines)

W.W. @, Freitag, 03.07.2020, 16:05 (vor 32 Tagen) @ tournesol

Das ist für mich kein 'im Stich lassen'. Auch wenn ich nicht mehr mit dem Anderen zusammenlebe, kann ich seine Frau oder Mutter bleiben. Ich würde nicht wollen, dass ein Angehöriger sein Leben aufgibt um mich zu pflegen.

Das ist schön, und so denke ich ja auch und habe deswegen absichtlich nicht von mir und einer drohenden weiteren Hirnblutung gesprochen, weil ... und damit beginnt das schreckliche Dilemma wieder von vorn!:-(

Als das Zusammenleben mit unserem Sohn unerträglich war, haben wir nach einer anderen Unterbringungsmoeglichkeit gesucht. Wir sind weiterhin seine Eltern geblieben.
Inzwischen lebt er mit seiner Familie wieder dicht bei uns.

Das freut mich:-) , es hätte aber auch schiefgehen können! Was Stefan und ich vielleicht suchen (aber ich bin mir da nicht so ganz sicher), ist, wie wir vermeiden können, anderen zur Last zu fallen.

Und ich sehe keinen Ausweg, egal, ob ich oder der andere mir zur Last fällt. Man bleibt nicht erschöpft an dem Berghang liegen, auf dem man immer wieder einen Felsbrocken hinaufrollt, und stirbt mit dem Ziel vor Augen. Schön wäre es, aber der Tod ist anders!

Aber ich will Sie nicht mit diesen trüben Gedanken quälen. Trotzdem ist es schön, hierüber einmal sprechen zu dürfen.:-) Weil es so ehrlich ist.

W.W.


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