Versagen (Allgemeines)

tournesol @, Freitag, 03.07.2020, 13:43 (vor 35 Tagen) @ W.W.

Ich fürchte - und wage das kaum auszusprechen, weil ich daran gemessen werden könnte -, dass wir den anderen nicht im Stich lassen dürfen, ohne uns schuldig zu machen, auch wenn er dement, kriminell oder rollstuhlabhängig wird.

Wir können uns nicht damit entschuldigen, dass wir entscheiden, wir würden nicht wegen des Schicksals des anderen unser eigenes Leben versauen wollen. Ich glaube, das geht nicht!

Wolfgang

PS: Ich hoffe, ich habe dich nicht missverstanden!:-( Aber ich merke, wie wir mit diesem Gespräch an die Grenze des Sagbaren kommen.

Für mich ist es kein Versagen, zu sagen, 'ich kann das nicht leisten, es muss eine andere Lösung gefunden werden.'

Das ist für mich kein 'im Stich lassen'. Auch wenn ich nicht mehr mit dem Anderen zusammenlebe, kann ich seine Frau oder Mutter bleiben. Ich würde nicht wollen, dass ein Angehöriger sein Leben aufgibt um mich zu pflegen.

Als das Zusammenleben mit unserem Sohn unerträglich war, haben wir nach einer anderen Unterbringungsmoeglichkeit gesucht. Wir sind weiterhin seine Eltern geblieben.
Inzwischen lebt er mit seiner Familie wieder dicht bei uns.


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