Existenziell? (Straßencafé)

tournesol @, Donnerstag, 02.07.2020, 09:57 (vor 41 Tagen) @ fRAUb

Ich glaube bei Herrn Sieber, Herrn Richling, Martin sonneborn u.v.mehr, geht's um existentielle Sorgen und Nöte.

Begründet sich deine Unzufriedenheit über den nicht stattfindenden französisch- konversationskurs denn auf einer existenziellen Notlage? Also arbeitest du vielleicht als Dozentin und bietest diesen an? Oder handelt es sich um Luxusproblem (dass die Teilnahme an selbigem nicht möglich ist)?

Nein, ich bin glücklicherweise in keiner existentiellen Notlage, sondern es handelt sich nur um ein Luxusproblem.

Wie ich die Künstler verstehe, meinen sie nicht nur, dass sie durch die Corona-Maßnahmen in ihrer Existenz bedroht sind, wie Gastronomen, Reiseveranstalter, Event-Manager …, sondern dass uns allen etwas verloren geht, wenn Kunst und Kultur nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich sind.

Mir fehlen soziale Kontakte, wenn ich mich nicht spontan, ohne über damit verbundene Risiken nachzudenken, (in Gruppen) treffen kann. Digitale Kontakte sind längerfristig kein vollwertiger Ersatz für mich. Ich habe so langsam auch keine Lust mehr auf Online-Fortbildung und Webinare.

Auch das ist ein Luxusproblem. Ich sitze nicht einsam in einer kleinen Butze, sondern lebe mit meiner Familie zusammen und gehe zur Arbeit.

So lange das alles für eine begrenzte Zeit gedacht war, war es überhaupt kein Problem für mich. Aber womöglich über Jahre?


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