Heidegger, Pia, die Bücherverbrennung und MS (Straßencafé)

W.W. @, Donnerstag, 02.07.2020, 09:27 (vor 34 Tagen) @ W.W.

Ich habe mich eben nicht ganz wohl dabei gefühlt, dass ich meine, selbstgefällig wie von einem Sofa aus sagen zu können, vor welchen Versuchungen mich das Schicksal bewahrt hat. Und wenn ich den Nazis widerstanden hätte, wäre ich damals im amerikanischen Bürgerkrieg auf der richtigen Seite gewesen und hätte gegen die Sklaverei gekämpft? Hätte ich mich der Résistance angeschlossen und wie würde ich mich verhalten, wenn ich gerade in Hongkong leben würde?

Ist das die Relativierung, von der ich vor ein paar Tagen sprach, dass wir uns fragen müssen, welcher Strom uns mitgerissen hätte, wenn unser Ehepartner, unsere Familie, unsere Nachbarn wie in einen Maelstrom geraten wären?

Ich fürchte fast, wir wären Pharisäer oder Philister, wenn wir uns erhaben fühlen würden?!:confused: Eine Mutter wird ihr Kind wohl niemals verraten, daran glaube ich steif und fest, aber alles andere ist auf Sand gebaut.

W.W.


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