Gesprächskultur (Allgemeines)

kerstin @, Freitag, 26.06.2020, 12:55 (vor 40 Tagen) @ W.W.

Hallo Wolfgang,

das sehe ich auch so:


Ist es nicht vielleicht besser, das Unvollkommene in der eigenen Erzählung durch Rede und Gegenrede, also im Gespräch zu korrigieren, indem man darauf hinweist: "Dort hast du etwas falsch verstanden!" Nicht als Vorwurf, sondern als Bestandteil der Auseinandersetzung?

Nur, reden wir hier nicht, sondern schreiben. Und das macht die Kommunikation oft viel komplizierter.

Das Beispiel gefällt mir sehr:

Die Gefahr ist, dass wir bei Mark Twain enden. Ich habe das schon oft erwähnt. Er erzählt uns, dass ihm anlässlich seiner ersten Anstellung als Berichterstatter eingeschärft wurde, persönliches Wissen und von ihm selbst verifizierte Meldungen scharf von bloßen Gerüchten zu unterscheiden; und so schrieb er: "Eine Frau, die sich als die Ehefrau des Herrn James Jones ausgibt, und von der berichtet wird, dass sie eine führende Rolle im gesellschaftlichen Leben unserer Stadt spielt, hat anscheinend gestern was man eine Jause nennt für eine Anzahl von angeblichen Damen gegeben. Die Gastgeberin behauptet, die Frau eines hier wohlbekannten Rechtsanwaltes zu sein."

In gewisser Weise setzt die Lebendigkeit der Debatte die Hitzigkeit der Überzeugungen voraus, und es ist eine Kunst, den Weg eines guten Gesprächs zu beschreiten.

Und da es mit dem Schreiben manchmal arg kompliziert ist, schweige ich ein bisschen weiter, was mir nicht schwer fällt, da das schöne Wetter mich meist davon abhält, am Tablet zu sitzen.

Liebe Grüße auch an deine Frau, mit der du hoffentlich wieder nett kommunizierst.flowers

Kerstin


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