Was wir nicht tun\unsere Fehlbarkeit: (Allgemeines)

fRAUb @, extreme Mitte, Freitag, 27.03.2020, 07:47 (vor 10 Tagen) @ W.W.

Lieber Doc,
vielen Dank für Ihren Beitrag, der mir ein denken in meine eigentliche Richtung eröffnet.
Der Mensch ansich ist fehlbar. Das macht ihn aus.
Corona ansich, ist in seiner Replikation wenig fehlbar. Das macht es aus.

Viele Politiker benutzen in der Bewältigung dieser Krise das Beispiel eines Krieges in dem wir uns befinden. Das ist bescheuert und führt u.a. dazu, dass dem Virus eine gewisse Absicht oder Intelligenz zugeschrieben wird, die es gar nicht besitzen kann. Ein Virus hat kein Gehirn. Es ist angepasst an eine Art in der es unter günstigen Lebensbedingungen vor sich hin persistiert. Das ist alles.
Der Fehler lag beim Menschen, der dem Virus diese Lebensgrundlage genommen hat, indem er begann, sie zu essen. Wahrscheinlich, hat so eine Fledermaus im Todeskampf zugebissen- und schwupps, befand sich das Virus in einer anderen Art, musste mit anderen Lebensbedingungen klar kommen und führt nun seinerseits einen Überlebenskampf. Grundsätzlich hat es keine Interessen. Es befindet sich einfach außerhalb seines üblichen Wirtsmechanismus und trifft auf andere Bedingungen.

Der Blickwinkel ist, meiner Ansicht nach entscheidend und es geht mir dabei nicht darum Verantwortungen zuzuschreiben sondern sie zu übernehmen.
Nun werde ich weder Insekten essen (zumindest nicht absichtlich), noch tagsüber kopfüber von der Decke hängen und schlafen- und doch gibt das Verhalten der Art, Hinweise darauf, was das Virus braucht, um Frieden mit seinem Wirt zu schließen. Als ich das erste Mal davon las, sagte ich bereits zu meinem Mann"das Teil ist Protein-affin. Und ich bleibe dabei, bis heute. Wir müssen angucken, wie sich die Proteinketten von Insekten und Würmern gestalten,um damit klar zu kommen. Fledermäuse leben im Dunkeln. Was macht das mit dem Wirt? Produzieren die überhaupt sowas wie Melatonin?

Also: wir müssen unser denken herumdrehen. Dieses Virus, saß nicht in einer Fledermaus und hat nur drauf gewartet auf die nächst höhere Spezies Überzugsprinzen, das kann es gar nicht, sondern wir, haben seinen Lebensraum bedroht, indem wir den Wirt getötet und gegessen haben. Wahrscheinlich beißen sich Fledermäuse immer Mal und es ist völlig egal. nun gelangte diese Virus über den Speichel einer Fledermaus zur menschlichen Spezies, die so anders ist und weiß vermutlich gar nicht, was es da soll, außer sich massenhaft zu reproduzieren- und das, mit einer äußerst geringen Fehlerquote.
Wie gehen wir mit diesem Gast um, den wir nicht eingeladen und mit dem wir gar nicht gerechnet haben? Was haben wir ihm anzubieten?

Wenn wir etwas daraus lernen können, ist es vielleicht unsere Denkweise zu ändern. Es könnte für das Überleben unserer Art entscheidend sein.

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"Es gibt keine Alternative zum Optimismus. "(Prof. Harald Lesch)


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