Wodarg abgewürgt ? Mitgliedschaft ruht! (Allgemeines)

W.W. @, Donnerstag, 26.03.2020, 10:09 (vor 7 Tagen) @ naseweis

Was ist passiert? Ganz unmerklich fing etwas in China an, das man meinte, in Europa vernachlässigen zu dürfen. Man machte sich sogar darüber lustig: Eine Krankheit, die entsteht, wenn man Schuppentiere kurz vor dem Verspeisen schlachtet, damit sie besonders frisch sind, oder Fledermäuse in der Suppe kocht als besondere Spezialität.

Selbst schuld, wenn man so etwas isst, könnte man sagen. Jedenfalls ist uns diese Corona-Infektion sehr, sehr fern, und man gut verstehen, dass wir sie als asiatische Absonderlichkeit und Groteske erst einmal mit Ekel ignoriert haben.

Aber dann kam sie doch und hat uns überfallen! Als ob sie eine Allegorie oder ein Symbol sei - wie die Pest. Denn rasch drängte sich der Eindruck auf, als habe Covid-19 eine höhere Bedeutung. Sie schien mehr zu sein als eine asiatische Perversion. Globalisierung? Massentourismus? Klimawandel?

Auf geheimnisvolle Weise entstand das gespenstische Bild einer Krankheit, die man nicht sieht, möglicherweise sogar übersehen hätte, wenn man nicht einen Coronaviren-Test hätte. Denn überwiegend verläuft sie wie eine banale Grippe.

Macht sie das besonders heimtückisch? Dass sie im Verborgenen beginnt, kaum sichtbar, aber von Woche zu Woche immer mehr Menschen niedermäht. Aber ist das wirklich so? Muss man nicht blind sein, um das zu übersehen. Immerhin sind in Deutschland innerhalb von einem Monat nahezu 200 Menschen daran gestorben, und in Italien oder Spanien werden die Leichen von der Armee in Lastwagen abtransportiert. Aber was sind schon 200 Menschen in 4 Wochen?

Und doch: Die Krankheit scheint etwas Geheimes und Geheimnisvolles zu haben. Wenn es die vielen Virologen nicht gäbe, könnte man sie achselzuckend abtun: Das komme immer wieder einmal vor, dass eine Grippe besonders heftig verliefe!

Aber wird das dem weltweiten Entsetzen gerecht? Muss man nicht argwöhnen, solche Menschen wie Wolfgang Wodarg versuchten wie die Verrückten gegen den Strom zu schwimmen, wie jemand, der auf der Autobahn auf die Gegenfahrbahn geraten ist? Müssten wir auch die Bedenken von Hontschik zur Seite kehren?

Was uns allen die Haare zu Berge stehen lässt, ist vermutlich zweierlei: Wenn sogar so kluge Leute wie Ranga Yogeshwar oder Harald Lesch panisch reagieren, will man sich dann einbilden, klüger zu sein? Und: Wenn man einen winzigen Fehler macht und z.B. die Zeichen an der Wand missdeutet und herunterspielt, macht man sich dann nicht in unvorstellbarer Weise schuldig, weil man sich dem dräuenden Unheil nicht mutig entgegenstellt?

Auch wenn die, die zur Zurückhaltung geraten haben wie z.B. Laschet oder Spahn, im Nachhinein Recht bekommen würden, dass also ihre Einschätzung, das Ganze sei maßlos übertrieben, bewahrheiten würde, müsste man nicht dennoch sagen: Auch wenn es so wäre, hätten sie in der Stunde der Gefahr schweigen müssen! Denn ihr Zögern und Zaudern könnte unendlich viel Menschenleben fordern, wenn sich herausstellen würde, dass sie Unrecht hätten.

Also werden sie zögern und zaudern, und die Lawine wird aus psychischen Gründen (wie man bei der Börse sagt) immer mehr anschwellen, bis - ja bis sich jemand verdutzt die Augen reibt und nüchtern feststellt: Aber so schlimm ist das alles doch gar nicht gewesen! Es war verrückt, deshalb die Schulen, Werkstätten, Krankengymnastenpraxen, Friseursalons, Restaurants und Cafés zu schließen, keine Konzerte mehr stattfinden zu lassen, viele Menschen ihrer Existenzgrundlage zu berauben und zu verbieten, auf Kinderspielplätzen zu spielen. Was haben wir nur getan?

Ich glaube, das ist alles keine Denksportaufgabe, kein Sherlock-Holmes-Problem, das man mit Scharfsinn lösen kann. Es ist ein Wirrwarr und Durcheinander, in dem man auf Sicht fahren muss und Angst haben vor denen, die den starken Mann markieren. Und vermeiden, wie der Teufel das Weihrauch, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen, wir seien dumm, zu zögerlich und zu wenig weitsichtig!

Niemand weiß zur Zeit Bescheid, und wir sind voller Zweifel, aber mehr und mehr wird die Angst wachsen, dass unsere Wirtschaft irreversiblen Schaden nimmt und die Menschen einen Koller bekommen, weil ihnen die Decke auf den Kopf fällt.

Ist ein spontaner und bleibender Rückgang so unwahrscheinlich, wie das die Virologen sehen? Wie klug sind sie überhaupt? Und sprechen sie mit einer Stimme? Es ist eine schwierige Zeit, den richtigen Weg zu finden. Es scheint sogar unmöglich zu sein, weil sie der richtige Weg erst im Nachhinein als richtig erweisen wird.

W.W.


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