Exponentielles Wachstum, "Glockenkurve" u.ä. (Allgemeines)

W.W. @, Mittwoch, 25.03.2020, 15:36 (vor 8 Tagen) @ Michael27

Ja, natürlich. Die Anzahl und Vielfalt begrenzender Parameter ist nicht beschränkt. Beim normalen Grippevirus spielt z.B. die Luft-Temperatur eine Rolle. Salopp gesagt: sobald es im Frühjahr wärmer wird, geht es mit den Grippewellen zuende. Diese Viren tun sich mit höheren Temperaturen offensichtlich schwer.

Das mit dem Grippevirus, das keine Wärme mag, war sehr erhellend für mich. Ich wusste das so nicht!

Irgendwie schien mir in den letzten Tagen der Eindruck erzeugt worden zu sein, als sei diese Durchseuchung von 60-70% so etwas wie eine konstante Größe, an der man nicht vorbeikäme, so als könnte der Inhalt eines Rechtecks nur dann konstant bleiben, wenn man, wenn man die Länge der einen Seite erniedrige, die andere verlängern müsste.

Es scheint also nicht so zu sein, dass man, wenn man den Gipfel der Infektionskurve von Covid-19 abflachen will, man in Kauf nehmen muss, dass die Zeit, bis der Durchseuchungsgrad erreicht ist, in die Länge gezogen wird.

Dieser Eindruck hatte sich bei mir irgendwie festgesetzt, aber ich lerne von Ihnen, dass der Durchseuchungsgrad durchaus eine Größe ist, die durch viele Maßnahmen beeinflusst werden kann. Ich danke Ihnen sehr!:-)

Natürlich bleiben zwei Befürchtungen: 1. man könne die ergriffenen Maßnahmen zu früh beenden, so dass sie wie ein Feuer, das man ungenügend gelöscht hat, wieder aufflackert, und 2., es könnte etwas der Corona-Infektion innewohnen, dass wellenförmig wieder in Erscheinung treten kann.

W.W.


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