@Jerry (Allgemeines)

Sonne @, Sonntag, 01.03.2020, 00:37 (vor 234 Tagen) @ jerry

Liebe Sonne,

hab vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!

Oh oh lieber Jerry… ausführlich war sie ja eben leider nicht, dank der momentanen zeitfressenden, schrägen und nervenden Zwanngs-Aktivitäten.
Ja. Die Zeit – ist momentan (m)ein Hauptthema (leider nicht nur sie).
Aber bleibe ich für einen flüchtigen mMoment bei ihr:
Wenn alles was existiert, sich in ständiger Veränderung auf einer Reise durch Zeit und Raum befindet, so kann man zur Beschreibung des Werdens und Vergehens von Lebendigem eine Raum-Zeit-Gleichung verwenden ?
Ist für die Naturwissenschaft ist quantitative Bestimmung bei der Betrachtung von Raum und vor allem der Zeit was wichtig?
Zeit kann aber nicht nur in Sekunden, Minuten, Stunden ... messen , sondern auch als Zeitqualität, oder doch nicht?
Im Griechischen gibt es ja zwei verschiedene Begriffe von Zeit:
Chronos für die quantitative und Kairos für die qualitative Zeit mit der Bedeutung:
Günstige Stunde, günstiger augenblick , Minute ist also nicht gleich Minute, Stunde nicht gleich Stunde
So existieren günstige und ungünstige Zeitmomente … hmmm...
wann ist es aber günstig _und ungünstig?
(und_logisch ¿ )

JA!!! Weil gerade hierbei mir weder das eine noch das andere paßt, passend gemacht werden kann.
Sorry…

Ja, man kann so ein Argument immer noch gelten lassen sowie weitere.. Aufarbeitung, Prägung durch politische Denke der Eltern z. b. etc..
Wie unterschiedlich wir aufgewachsen sind im selben Land, stelle ich heute immer noch fest.


Da geht es mir wie Dir. 'Im selben Land' - aber in zwei Staaten...

Und dabei meinte ich nur mein Heimatland (DDR).. den Westen und jetzt das „Ganze“ mal wirklich außen vorgelassen.Aber ich verstehe dennoch was du meinst.
Wenn ich mich mit der Biographie von Konrad Weiß beschäftige, könnte ich mir vorstellen (und verstehen), dass er bis ans Lebensende keinen Frieden schließen wird mit der Partei Die LINKE...
Hier sei dir (und ich mir selbst auch )nicht so ganz sicher. Konrad ist ein ziemlicher Pragmatiker, der zugegeben manchmal, aber eben sich nur manchmal.. und sehr intim .. von einer seiner Emotionen leiten lässt. Er verliert selten den Blick für das große Ganze und holt zu jeder Zeit (irgendwie sehr bewundernswert für mich) das Beste raus, um so weit nach vorn zu schauen… das man den Rückblick zwar hirnkammergerecht speichert, aber die Zukunft festen Blickes in Aug und Hirn klar sieht, sehen möchte.. mit allem was dazugehört an Zuversicht, Kampf, Hoffnung und unabhängiger Klarsicht.

Vielleicht geht Dir das ganz ähnlich.

Nein, gar nicht. Für mich selbst sowieso nicht u. f. ihn auch nicht. kenne ihn ja persönlich lang genug.

Ich stamme aus einem katholischen Elternhaus in Nord(wessi)deutschland. Man setzte bei allen Wahlen selbstverständlich das Kreuz an der 'richtigen Stelle', also bei der Partei mit dem C. Meine Mutter (1933 war sie gerade 8 Jahre alt gewesen) war 1945 als vormalige BDM-Scharführerin von den Amerikanern entnazifiziert worden, mein Vater erst 1950 aus russischer Kriegsgefangenschaft entlassen -

Gaaaanz schwierige Geschichte, dachte ich so lesend mit einem extremen Gänsehauteffekt.
Inwieweit hat dich das in deinem Leben beeinflußt, immer wieder eingeholt (trotz des innerlichen Gott-sei-Dank-Aussteigens, einzige Rettungsaussicht!!!)??
*Stirnstreichler* (Nase.. det entsprechenende Emo fehlt :-| )

> Beide Eltern christlich-konservativ und der Überzeugung, den USA und den vormaligen Alliierten minus der Sowjetunion (!) ihr Leben in Freiheit und auf der moralisch guten Seite zu verdanken.


Zu Zeiten des Vietnamkrieges waren die Journalisten vor Ort bekanntlich noch nicht 'embedded'. 1967 (?) wurden eines Abends in der Tagesschau die Aufnahmen gezeigt von jenem nordvietnamesischen Dorf, welches u.a. mit Napalm bombardiert wurde, und anschließend verzweifelten nackt und verbrannt flüchtenden Menschen...

Einen davon kenne ich sehr persönlich, Nguyen Phong Dien (nach einem Jahr Berlin, lebt er nun wieder in Hamburg.Eine seeeeehr lange Geschichte. Rührend, schmerzhaft und hoffnungvoll zugleich.
Wir sind immer noch in engem Kontakt.

https://www.muensterlandzeitung.de/selm/kriegskind-zeigt-kathrin-exner-seine-heimatstadt-saigon-908381.html
Bruni Prasske hat mit ihrem Buch über ihn „Ich träume immer noch von Deutschland“
Dafür gesorgt, dass er heimkehren (nach Deutschland.. hört sich komisch an, ich weiß..) kann.
http://www.bruni-prasske.de/aktuelles.html

Auf meine Frage hin, dass diese Grausamkeiten doch von 'unseren politischen Freunden' begangen würden, antwortete mein Vater schließlich sowas wie, der Anblick sei schwer erträglich, aber er habe 'den Iwan' schließlich zur Genüge kennengelernt, und dessen Vormachtstellung in der Welt müsse in jedem Falle und mit allen Mitteln verhindert werden.

In dem Augenblick und den Folgejahren bin ich innerlich ausgestiegen.

Bin groß geworden mit dem Diktum, von deutschem Boden aus dürfe nie wieder Krieg geführt werden. Dabei hätte es für mich bleiben dürfen... wobei ja später ausgerechnet der GRÜNE Außenminister Josef Fischer dafür sorgte, dass Deutschland seiner politischen Verantwortung in der Welt endlich wieder (!) gerecht werden müsse, und in der NATO konkret und militärisch mitbomben!

Seither bin ich auch von den GRÜNEN enttäuscht und abgerückt. Die LINKE scheint mir derzeit die einzige Partei, die angesichts der ständigen Verfassungsbrüche (keine Rüstungsexporte in Krisenregionen und an kriegführende Länder) wenigstens protestiert, und deren Abgeordnete im Westen haben keine fragwürdige Kader-Vergangenheit -

..na ja… hier bleibe ich )vielleicht zu) kritisch.


Auch wenn ich der Linken gegenüber ablehnend bin, so auch und erst recht der AfD gegenüber.


Das hab ich angenommen, und es eint uns!

Die Lage bleibt schwierig!


:thumps up:

Auch Dir sonnige Grüße zurück! Vielleicht gibt es ja mal wieder eine Ufo-Kreuzfahrt und eine nichtvirtuelle Begegnung flowers

jerry

Ha(!) Schöne Idee, Jerry. Und nun das große und kleine AAAAABER.
Vermutlich müssten die Ufos sich dann so im Dez.2020 kreuzen, wenn ich mit meiner sogenannten Mickymaus – MS, eine Renovierung alt, Farbe ins Spiel der Neuen gebracht habe, mich vom jungen Alten vollends getrennt habe und einem unmittelbar an den vollumfänglichen Umzug anschließenden (Jobwechsel) mit noch weiteren… ZEITFRESSENDEN anderen Aktivitäten.. in die Puschen gekommen wäre.
Trotz Mickymaus – MS bekomme ich das (so glaube ich) nicht ohne Folgeschäden hin.
Aber das Hallofon wäre ja auch noch möglich, oder?
Im April hab ich noch nen MiX aus kleinerer OP und Streich – Etappen –Urlaub.
Da gibt es bestimmt den einen oder anderen Abend für einen intensiveren Ausstausch per Hallofon - Variante?
Bis dahin… flowers :wink: flowers

LG von der S;-) nne


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