Realität gemeinsam schaffen (Allgemeines)

IceUrmel, Mittwoch, 12.02.2020, 19:57 (vor 53 Tagen) @ Tiff-Ahn

Ja aber es kann eine politische Athmosphäre der Aufklärung da sein, die inspirierend wirkt, die könnte das ausgleichen. Die ist aber weg.

Wann soll die (seit Gründung der BRD) gewesen sein?


Das habe ich mich auch schon gefragt und muss zugeben, dass ich manchmal denke: hat alles keinen Zweck.

Das will ich nicht sagen, aber vielleicht passt der Weg nicht?

Was wäre/ist denn Dein Weg?

Aber gibt es wirklich noch eine Wahl?

Ja. Zur Not „Die Partei“, „Die Pudelaffinen“ oder „Die Strickstrümpfe“ wählen.

Wir sind es, die zulassen, dass die Wirtschaft den Kurs ziemlich einseitig bestimmt, wie sind es, die das einseitige Denken zulassen, wir erziehen unsere Kinder zu stromlinienförmigen Wesen, damit sie es später mal zu etwas bringen.

Wir sind eine merkwürdige Spezies, wir brauchen lange um zu lernen und uns aus gewohnten Mustern zu bewegen, aber es besteht Hoffnung.

Noch nie wussten wir über das Fehlverhalten von Management, Politik, Nationen, Firmen etc. pp. so gut bescheid wie heute.

Wir haben Organisationen, die sich darum bemühen einen Gegenpol darzustellen; es gibt Bewegungen, die für eine gerechtere Welt kämpfen, Whistleblower, Lobbycontrol, Correctiv, Plattformen für Kampagnen (Campact/WeAct) und und und.

Uiuiuiui schade, ich hab nicht die Muse um tiefer drauf einzugehen, aber es wäre spannend.

Das finde ich wirklich schade, da es mich interessiert.


ein einem seiner Vorträge "Warum schweigen die Lämmer" erklärt Prof. Mausfeld ganz genau diese Phänomen, über welches du so klagst und er erläutert detailliert, dass diese Lethargie gewollt ist und wie sie künstlich geschaffen wurde/wird.

Na klar wird die gewollt, weil es um Machtsicherung und Machterhalt geht. Das bedeutet aber nicht, dass man darin verharren muss.

Mausi ist Professor für allgemeine Psychologie mit Schwerpunkt für Kognitions- und Wahrnehmungspsychologie,
und in diesem Interview
https://www.youtube.com/watch?v=9t40guoRABU - keine Angst, das ist nicht von Ken Jebsen ;-) sondern von acTVism,

beschreibt er gleich zu Beginn seine Jugend und die damals herrschenden autoritären Strukturen, die sehr manifest waren .... die Ideologie ... konnte man fast .. sehen. ... das fühlte sich schlecht an ... hatte aber den Vorteil, dass die Autortät, die Macht, die Ideologie sozusagen greifbar war für den, der sie sehen wollte*, das ist heute anders... die Konturen sind weg...
*Das gibt eine Chance zu sehen - die Macht ist da, die Macht ist greifbar und sich dann damit auseinanderzusetzen ....

Heutzutage ist die Welt komplexer, weil wir Menschlein mit einer Vielzahl an Informationen umgehen müssen, die es früher gar nicht gab. Aber wir werden es lernen.

„Demokratie ist die Hoffnung einer Dialogfähigkeit trotz völlig unterschiedlicher Interessen“, sagt Herr Mausfeld.

Und weiter: „Weil wir gezwungen sind unsere subjektiven Interessen in irgendeiner Weise über Verstandestätigkeit (deshalb spielt der mündige Bürger so eine große Rolle) zu objektivieren. Und erst wenn ich diesen Schritt/die Anstrengung unternommen habe, zu sagen, ich versuche mal meine Welt in deine verstehbar zu machen, dann können wir zu einem Austausch kommen.“

Der Debattenraum ist das Herzstück der Demokratie! thumb up

Wut tut gut und macht MUT! Ich glaub, das hilft auch bei MS rofl

Naja, ein kühler Kopf erscheint mir (zumindest bei MS) besser geeignet, aber manchmal gehen einem die Gäule durch.

Mach weiter so und Beste Grüße flowers

Gleichfalls :wink:


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