Realität gemeinsam schaffen (Allgemeines)

Tiff-Ahn, Mittwoch, 12.02.2020, 08:57 (vor 15 Tagen) @ IceUrmel

Darauf bezieht sich mein Hinweis: „Weil unsere 1.Stelle nicht unbedingt die der anderen ist.“ und ich meine damit, dass das eben unsere Einordnung ist und nicht unbedingt die der anderen Nutzer*innen. Die mögen vielleicht lieber Naturfilme, Talkshows oder Ratesendungen.

Vielleicht wurden sie dazu erzogen, sich lieber bequem ablenken zu lassen als sich mit schwierigen Themen zu befassen? Als für ihre Freiheit selbstverantwortlich einzutreten?

Aber es ist der falsche Diskussionsansatz, die Struktur ist das Problem und dann lohnt es nicht, über eine kleine Ausformung desselben zu reden.

Übrigens gibt es heute Abend im ZDF „Frontal 21“ und „Die Anstalt“ ...

Zur Demokratie:

Da sie von allen Menschen gestaltet und gelebt wird, sind auch die entsprechenden negativen Auswüchse menschlichen Handelns oder Unterlassens allgegenwärtig.

Ich verstehe einfach nicht, wie Du als Fan der "Anstalt"
z. B.
"Erpressung im großen Stil! Wirtschaften in der EU - Die Anstalt vom 28.05.2019 | ZDF"
https://www.youtube.com/watch?v=ab4TTtIKTrs
noch an Demokratie glaubst.

Volker Pispers hat das schon lange durchschaut:

"Politik ist nur der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.

Die Menschen werfen sich im Politischen wie auf dem Krankenlager von einer Seite zur andern, in der Meinung besser zu liegen.

Wenn die gesamte politische Handlungsbefugnis in der Hand des Volkes liegt, so ist gerade die Gleichheit eine Ungleichheit, da sie keine Abstufungen nach dem wahren Wert der einzelnen Persönlichkeit zuläßt.

Politik ist die Kunst, von den Reichen das Geld und von den Armen die Stimmen zu erhalten, beides unter dem Vorwand, die einen vor den anderen schützen zu wollen.

In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt."
#pispers
https://www.youtube.com/watch?v=-mRQ0AcoCkI
und er hat aufgegeben, weil er gesehen hat, dass sich nix ändert.

Ja, wir leben in Deutschland in einer Demokratie, aber wir müssen (z.B. mithilfe des Investigativ-Journalismus') weiter daran arbeiten, Missstände aufzudecken, Verantwortliche auch tatsächlich in die Verantwortung zu nehmen und Aushöhlungen durch verschiedenste Akteure zu begrenzen.

Aber das hilft doch alles nix, weder der gute Journalismus noch das gute Kabarett, sie verschaffen vielleicht das Gefühl der Demokratie, aber sie schaffen keine Demokratie.
Tatsache ist doch, dass die Politik der Wirtschaft dient und nicht die Wirtschaft dem Gemeinwohl. Und die Wirtschaft geht über Leichen.

Ich spreche von begrenzen, weil ich davon ausgehe, dass es nie vollumfänglich gelingen wird, alle Auswüchse, zu denen Menschen so fähig sind, zu verhindern.

Zum Thema „ehrliche Kommunikation“ schließe ich mich Tournesols Einschätzung an. Dies ist immer auch eine Frage der eigenen Sozialisation, Haltung, Bildung etc.

Ja und wer schafft die Umstände, wer hat die Hoheit über Bildung, wer produziert die Ungerechtigkeit, die Chancenungleichheit?

Diese Woche ist anstrengend, solche Situationen gibt es - Rückenwind ist ne gute Idee :-)
Dir gute Fügungen und Gelingen für diese Woche. flowers


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