Wenn man nicht genau weiß, was eine MS ist... (Allgemeines)

W.W. @, Sonntag, 10.11.2019, 16:12 (vor 2 Tagen) @ Bluna

Wenn das nur immer so einfach wäre. Mich bröselts ms-technisch immer nach länger anhaltenden intensiven Sorgenzeiten rein. Wäre schön, diese anders durchzustehen oder gar verhindern zu können.

Liebe Bluna,
natürlich sind wir auch "verstrickt", und vermutlich können wir auch viele Verstrickungen nicht lösen, aber trifft das wirklich aus alle zu?

Wenn ich mit einer MS lebe, als ob ich eine MS hätte, wie ich nach Hirnblutungen damit lebe, dass ich zu in bestimmten Situationen zu Hirnblutungen neige, ist das nicht der Weisheit letzter Schluss?

Heißt das, dass mein Leben im Grunde genommen vorbei ist, dass ich sozusagen nur noch in geduckter Haltung existieren darf, weil man ja nie weiß? Und heißt das, dass ich etwas in meiner Vergangenheit mit meiner MS gleichsetze, wie einen häufig wiederkehrenden Alptraum mit einem verhängnisvollen Ereignis oder Menschen?

Könnte es nicht sein, dass ich nicht nur eine längst überfällige Entscheidung treffe, sondern etwas in einem neuen Licht sehe? Ich könnte z.B. erkennen, dass ich mit einem Partner zusammenleben muss, der sich trotz aller Schwierigkeiten, die ich mit ihm hatte, als Glücksfall erweist.

Die Interpretation kann wichtiger sein als die Wirklichkeit, die es sicher nicht gibt. Aber manchmal ist auch eine Krankheit besser zu ertragen als eine veränderte Sichtweise.

W.W.


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