Leichtigkeit, Spielfüße und Luftgeigen (Allgemeines)

Karo, Montag, 04.11.2019, 12:37 (vor 9 Tagen) @ IceUrmel

Jaa, herrlich!!

Und dann gibt es noch den Indian Summer in Nordamerika, den Altweibersommer in Europa…

Und es war Sommer ..., hier allerdings schon Spätsommer, genauer gesagt, der 31. August ...

:-D

Hm, der Kontrabassist ist der einzig „Uniformierte“ der sowohl im Aussehen als auch mit seinem Musikinstrument einen krassen Gegensatz zu dem Mädchen darstellt, der erst nach Aufforderung des Mädchens zu spielen beginnt und dessen Schwere (sowohl die des Kontrabasses als auch des Spielers) durch die Leichtigkeit des Mädchens und seinem Spiel auf der Flöte aufgelöst wird.

Hm, ja, einerseits ja, aber wenn man genau hinsieht, kommen vielleicht Zweifel auf? Spielt das Mädchen wirklich mit Leichtigkeit?

Ich finde, ihr Spiel klingt eher unbeholfen und "unflüssig", wie jeden Ton einzeln angestoßen, eine kleine Übungssequenz. Aber ich verstehe rein gar nichts von Musik, mir fehlt auch die Beschreibungssprache, um das fachkundig und genauer auszudrücken, was ich da zu hören glaube.

Ihre Körperhaltung ist jedenfalls nicht lege artis, sie hat die Oberarme ganz eng an den Oberkörper gepresst. Eigentlich müsste sie die Oberarme etwas vom Oberkörper entfernen, um freier atmen zu können.

Auch die Fußstellung scheint mir nicht ganz richtig, sie steht mit "Pinguinfüßen" oder sogar mit "Stoppfüßen" statt mit "Spielfüßen" (also linken Fuß etwas seitlich nach vorne und gelockert, wie der wunderbare Gino das hier gleich zu Anfang so eindrücklich beschreibt). Stoppfüße, das ist nicht funktional und recht anstrengend.

Es könnte sich lohnen, mal dem Gedanken nachzugehen, ob das ganze Spiel mit der Ode an die Freude nicht umso leichter wird, je mehr die Profis übernehmen (dann erst nimmt es Fahrt auf, entfaltet seine Dynamik etc. pp.)

In dem zweiten Video, das ganz anders geschnitten ist, verläuft der Anfang mit Kontrabassist und Zauberflöte ganz fix und starr. Dann formieren sich Orchester und Chor, ab 2:30 kann man sehen, wie alles in Bewegung ist und sich vermischt, es wirkt dann sehr lebendig. Aber das kann man sicher auch anders sehen und einschätzen.

Wichtig ist die Flöte als volkstümliches Instrument, und dann das Stichwort "Zauberflöte", das ist gehört zur volkstümlichen Musik, gerade bei diesem Flashmob von kaum zu überschätzender Bedeutung, noch mehr als sonst.

Und dann diese seltsame Verkleidung des Kontrabassisten, die das Motiv durchkreuzt, quasi ein Kontrapunkt, obwohl er ja eigentlich einen blinden Bettler darstellt.

Die grellrote Kleidung vieler Beteiligter könnte einfach pragmatische Gründe haben, als Erkennungsmarken im Gemisch auf dem Lorenzplatz. Vielleicht nicht unwichtig bei so einer Aktion.

Karo, es ist toll, dass Du hier bist, uns an Deinen Gedanken teilhaben lässt und meinen Gedanken auf die Sprünge hilfst!

Oh, vielen Dank! Das freut mich sehr.

:-)

Wenn man genau hinsieht, ist es natürlich umgekehrt: Ich bin froh, dass ich hier so viele Anregungen bekomme, die meinen Gedanken auf die Sprünge helfen ...

flowers


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum