EBV + MS (Allgemeines)

Marc @, Freitag, 01.11.2019, 22:11 (vor 12 Tagen) @ Boggy

Weil [link=https://jvi.asm.org/content/early/2019/09/26/JVI.00980- Aber - und darum ging es mir - eine EBV-Infektion ist keine "notwendige Voraussetzung" für MS; will heißen, man muß nicht notwendigerweise eine EBV-Infektion haben, um MS zu bekommen.

Anders ausgedrückt, man kann auch MS bekommen, ohne EBV-Infektion.
Und nicht jede EBV-Infektion führt zu MS.

Und: die Schädigungen im ZNS, die durch eine auf EBV gerichtete Immunantwort enstehen, sind nur eine Form von Schädigungen bei MS, neben anderen.

(einverstanden?)

Schönes Wochenende!

Hi,

sind wir also wieder mal in der befürchteten / erwarteten Endlosdiskussion angelangt...

Soll ich jetzt dir oder sonstwem ernsthaft belegen sollen, ob irgendwo eine grundsätzliche Aussage gemacht wurde dass Patienten eine EBV Infektion haben MÜSSEN um eine MS Diagnose zu erhalten? Was würde dir so eine Aussage überhaupt bringen sollen? Ist jeder Post hier ein wissenschaftlicher Beitrag der durch ein Review Bord, dem du vorstehst, gehen muss?

Wenn du es dahingehend also absolut genauer wissen willst, dann gibt es dahingehend bereits Untersuchungen, die besagen, dass sämtliche der Teilnehmer mit MS auch EBV infiziert waren. Ich werde mir jetzt keine Zeit nehmen, diese für dich nun zu suchen. Alles steht schließlich im öffentlichen Raum und ist für jeden einsehbar.

Ehrlich gesagt, gibt es bei den vier bekannten pathogenen Mechansimen - zumindest bei zweien - auch keinen Grund zu glauben, dass diese "mal so" im Kontext einer MS passieren würden. Das Gehirn schrumpft nicht spontan und die Mitochonrdien in den Axionen setzen nicht von alleine aus. Wenn, dann hätte man vermutlich eine andere Krankheit.

Hinsichtlich der von Makrophagen getriebenen langfristigen Entzündungen weiß man zumindest, das diese in der Regel im Krankheitsverlauf zeitlich erst nach den vom Immunsystem getriebenen Entzündungen beobachtet werden. Und auch bei diesen wird es vermutlich zwar keine fehlgeleitete Immunantwort aber dennoch einen viralen Aspekt geben.

Letztlich, wenn du praktische Belege für dieses Gedankenkonstrukt suchst, dann musst du nichts weiter tun, als die Ergebnisse der klinischen Studien von Prof. Pender in Australien ansehen. Dort werden bereits seit 10 Jahren Patienten mit autologen anti-EBV Zytotoxischen T-Lymphozyten erfolgreich behandelt.

Also, schön wieder zu erleben, wie einerseits MS Forschung als "verfehlt" und "pharmagesteuert" in die Ecke gestellt wird, andererseits dennoch in irgendwelchen Tangenten zu Posts mit völlig anderen Themen erwartet wird, dass der Stand der Forschung vorgetragen und belegt werden soll...


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum