Körperkommunikation & Körpersprache (Straßencafé)

kirstenna, Samstag, 05.10.2019, 23:18 (vor 18 Tagen) @ Tiff-Ahn

Eine Interaktion auf einer tiefen Ebene.

Das klingt sehr schön und ich werde mir das merken. Ist auch plausibel:) Du meinst das Animalische? Die Liebe Mensch/Tier. Bei meiner Schwester könnte das so sein. Sie überlegt manchmal, dass das Animalische eigentlich schon durch ihre Hobby-Mini-Kuhherde abgedeckt ist, die sprunghaft immer größer wird und die Kühlschränke immer größer und zahlreicher. Und noch die Arbeit, die Familie und das ganze drum herum. Aber Pferde sind sehr hübsch und riechen gut. Sie schaffen eine vertrauensvolle Atmosphäre, wahre Partnerschaft. Der Rücken der Erde auf den Rücken der Pferde konzentriert. Mir würde das auch gefallen. So eine Interaktion auf einer niederen Ebene:) Könnte ich auch grad gut gebrauchen.

Meiner Blase geht es erstaunlicher Weise gut. Nie hätte ich das nach diesen Erfahrungen für möglich gehalten. Sie war seit damals NIE wieder entzündet und mittlerweile hat sich erstaunlicher Weise auch der Schmerz ganz verabschiedet. Das ging sehr langsam vor sich, innerhalb eines ganzen Jahres. Ein ganz minimales Spannungsgefühl ist zurück geblieben. Also, ich spüre die Blase. Ich fühle sie. Sie wird immer zuerst bedacht. Andere Organe sind mir völlig schnuppe. ich versuche dann die Übung "mit der Blase zu lächeln" und sofort entspannt sie sich! Das ist meditativ und anstrengend zugleich. Ich versuche es täglich einzubauen.

Es ist allerdings eine Erinnerung zurückgeblieben und die Vorsicht von meiner Seite, keinerlei Rückfall aufkommen zu lassen. Das bedeutet, dass ich mit dem Essen streng nach Histamin arm verfahre, da ich die Wirkung auf die Blase ja im Entzündungsstadium studieren konnte. Die Liste der Schweizer Gesellschaft für Histamin arme Ernährung klick habe ich immer im Blick, erinnere ich mich doch an schwere Rückfälle, die sich auf minimale Verstöße wie jodiertes Salz oder Brennessel-Tee auflösen ließen.

Ein Mega-Baustein ist auch das Glukosaminglycogen - vielen Dank für deine Hilfe damals.

Ich habe es geschafft. Aber was die Medizin, die Ärzte und die Krankenkasse anbelangt, ist mir nun leider jeglicher Respekt verloren gegangen. Das ist schwierig für mich, auch innerhalb der Familie. Ich sehe, was passiert war. Und es fällt mir so sehr schwer, den Fokus auf den positiven, glückbringenden Aspekt zu legen. Ich hatte Glück, dass es das Forum gab (und dich).

Information und Erfahrung - ein unschlagbares Team.

Meine Restzeit werde ich der Rückgewinnung des Gehens opfern. Es gefällt mir nicht, dass ich so viele Tage in meinem Wolkenkuckucksheim verbringe. Es fällt mir schwer hier weiter zu kommen, da ich einen Sinn dafür finden muss. Die verlorene Leichtigkeit einzufangen erscheint mir bleischwer. Es ist auch ein mentales Problem.

Auch das ich mir für das kommende Jahr einen radikalen Sparkurs zwecks Abbau der Kreditkarte auferlegt habe, macht die Sache nicht einfacher.

Das einzige, was als wahrer Lichtblitz dazwischen knallt, ist, das in mir das Aktzeichnen eine unerwartete Faszination auslöst! Die Leute stehen im Kreis um mich. Und wenn ich eine Zeichnung an ein Modell verschenke, manchmal, sehe ich so ein unfassbares Leuchten in den Gesichtern.

Ich hätte nicht gedacht, dass in mir sich da was öffnet.

So einen ganzen Menschen auf dem Blatt nachzuempfinden berührt etwas sehr Existenzielles. Das schärft meinen Blick. Selbst wenn der Bringmeister seine Waren in meinem kleinen Flur abstellt, scheint der Blick der Männer auf die immer neuesten Zeichnungen für ein schönes helles Lächeln zu sorgen.


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