mir ist zum Heulen (Allgemeines)

W.W. @, Dienstag, 24.09.2019, 18:05 (vor 24 Tagen) @ jerry

Lieber Jerry,,
wo du das gerade mit den guten und den schlechten fünfziger Jahre schreibst. Ich sitze gerade an einem Essay mit dem Arbeitstitel: "Wie kann ich mich als alter Mensch damit abfinden, dass ich ni8cht nur immer überflüssiger, sondern auch immer lästiger werde, bis ich schließlich nur noch eine Schippe Dreck bin?" Es muss eine neue Ethik des Sterbens her!

Es grüßt aus der schwärzesten Melancholie,

Wolfgang

PS: Ich beginne mit "Der Tod und das Mädchen" und wie die Schlusstakte in Dur sind. Dann spreche ich darüber, dass es vermutlich gar nicht stimmt, dass der alte Indianer, der spürt, dass seine Zeit gekommen ist, auf den Gipfel eines Bergs wandert, um zu sterben.
Dann spreche ich realistischer von den Eskimos, die ihre Alten, wenn sie nicht mehr Schritt halten können in Eis und Schnee mit etwas Proviant zurücklassen, und schließe mit Astrid Lindgren.

Aber vielleicht sollte ich mit dem "Schneetraum" enden, wie Hans Castorp beinahe wohlig im Schnee erfriert, gerettet wird, aber später mit dem Schubert-Lied "Am Brunnen vor dem Tor" in Schlamm der Schlacht von Langemarck stirbt.


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