ich kenne die nächste Sau (Therapien)

W.W. @, Dienstag, 10.09.2019, 09:57 (vor 10 Tagen) @ MO

Es scheint so zu sein, dass - wenn man ganz genau hinschaut - es eine unglaubliche Unordnung und Vielfalt in den submikroskopischen Ritzen und Spalten der Zellen gibt. Und man könnte ja auch die Ansicht vertreten: Je genauer man hinschaut, desto besser sieht man!

Das klingt verführerisch, denn man kann ja tatsächlich besser erkennen, warum ein Motor nicht mehr läuft, wenn man die Motorhaube anhebt und den Motor mit seinen Einzelteilen betrachtet. Noch besser gelingt es einem, einen Schaden zu entdecken, wenn man noch besser über Kolben und Ventile Bescheid weiß.

Bei der MS-Forschung scheint es ganz ähnlich zu sein, aber wäre es nicht denkbar, dass irgendwo eine Grenze ist, unterhalb derer man nichts Erhellendes mehr findet, sondern es nur noch immer Verwirrender wird?

Dass uns das Wesentliche eines Motors verlorengeht, wenn wir bei den Schrauben und Molekülen angekommen sind. Jede Schraube und jedes Molekül mag wichtig sein, aber es könnte auch sein, dass wir zu tief tauchen, um noch irgendetwas Brauchbares zu finden.

Es könnte also zu dem Paradox kommen, dass wir immer genauer hinschauen und immer weniger sehen. Mir scheint eine solche Stufe der abwegigen Genauigkeit mit dem ER-Stress und den unfolded proteins erreicht zu sein. Es bringt nichts, noch tiefer zu gründeln!

W.W.


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