Suchen wir an der falschen Stelle? (Therapien)

W.W. @, Sonntag, 08.09.2019, 16:52 (vor 75 Tagen) @ W.W.

Ich hatte auch Angst, dass mir diese Stellungnahme übelgenommen werden würde, darum habe ich sie zunächst für das Hinterzimmer geschrieben. Das Ungewöhnliche - und von einigen vielleicht als aggressiv Empfundene - ist das Überbordwerfen der handelsüblichen Zweiteilung: Es gibt nur körperliche und psychische Krankheiten!

Das wird scheinbar dadurch abgemildert, indem man zugibt, dass körperliche Krankheiten natürlich durch psychische Begleitfaktoren in diese oder jene Richtung gedrängt werden können.

Ich halte das für eine terminologische Unsauberkeit: Es gibt drei Arten von Krankheiten: körperliche, psychische und psychosomatische! Ich möchte sogar behaupten, dass die psychosomatischen die weitaus größte Gruppe bilden und würde dazu nicht nur das metabolische Syndrom, die Colitis ulcerosa, den Morbus Crohn, sondern auch Hypertonie, Herzinfarkt, Schlaganfall... zählen. Wie es mit dem Krebs ist, weiß ich nicht!:confused:

Wenn wir uns angewöhnen würden, so zu denken, dann wird dafür gesorgt, die psychosomatischen Krankheiten aus ihrer Schmuddelecke zu befreien. Dann werden die Organiker endlich aufhören, so zu tun, als seien nur die organischen Krankheiten "wirkliche" Krankheiten, und die Begleitfaktoren, die im Leben eines Menschen auftauchen, unwesentlich.

Ich behaupte, die Begleitfaktoren sind vielleicht sogar das Wichtigste!

W.W.


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