Suchen wir an der falschen Stelle? (Therapien)

W.W. @, Samstag, 07.09.2019, 18:58 (vor 16 Tagen)

Während der Diskussion mit Stefan kam mir auf einmal eine ganz entlegene, unsinnige und ungehörige Idee. Viele machen sich doch Gedanken darüber, warum man trotz großer Anstrengungen due Ursache der MS seit 150 Jahren nicht gefunden hat! Woran liegt das? Ich habe wiederholt den Betrunkenen zur Sprache gebracht, der nachts seinen Schlüssel verloren hat und natürlich im Schein der Straßenlaterne sucht, weil es dort am hellsten ist.

Es wurde auch schon vermutet, dass die Ursache der MS vielleicht gar nicht eine Autoimmunkrankheit ist, also dass der Körper aufgrund eines Fehlers im Immunsystem sich selbst angreift - gerade weil das eine Sache ist, die man am besten mit Tierexperimenten, molekulargenetisch und submikroskopisch untersuchen kann.

Wenn wir also an der falschen Stelle suchen würden? Bisher waren alle ganz sicher, dass die MS eine Erkrankung ist wie Krebs, die Tuberkulose oder der Diabetes. Ein Schuft, wer das in Frage stellte und behauptete, die MS könne etwas zwischen "richtiger Erkrankung" und falscher Lebensweise sein, also ein Mittelding das sich unseren Begriffen entzieht.

Als einziges Beispiel fällt mir das metabolische Syndrom ein, dass Menschen also krank werden, weil sie sich falsch ernähren und übergewichtig sind. Aber auf die MS trifft ja eher das Gegenteil zu: Sie sind nicht überwiegend übergewichtig!

Wenn wir also in einem Schwarz-Weiß-Spektrum suchen würden, und die MS-Erkrankungen wären gar nicht Schwarz oder Weiß, sondern etwas dazwischen mit unterschiedlichen Anteilen, dann würden wir möglicherweise aus ideologischen Gründen dort suchen, wo die Ursache der MS nicht zu finden ist. Und das immer weiter tun, denn es wäre ja verpönt, am Lebensstil von MS-Betroffenen herummäkeln zu wollen.

W.W.


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