Mein virtuelles Tagebuch (in spe) (Therapien)

W.W. @, Donnerstag, 05.09.2019, 12:58 (vor 15 Tagen) @ stefan

Müssen wir nicht die Welt, bevor wir dahinscheiden, noch ein bisschen ändern? Und wenn es auch nur ein ganz, ganz bisschen sein sollte.

Ich fahre im Augenblick auf Habermas ab, den ich früher nie verstanden hatte. Ich dachte, er würde nichts Originelles sagen, nur den alten Brei seit Kant, Schelling, Hegel, Marx, Nietzsche, Adorno, Heidegger und Derrida - wenn auch klüger und gründlicher.

Übrigens denke ich das immer noch, aber ich denke es nicht mehr so abwertend. Im Laufe der Jahre ist mir klar geworden (nach Popper, Kuhn und Feyerabend), dass es die Wahrheit nicht gibt, warum sollten wir also weiter nach ihr suchen?

Meine Antwort und die von Habermas ist: Wir können die Wahrheit nur in der Diskussion, im gegenseitigen Gespräch finden - und nicht, indem wir uns Geschichten erzählen, die mehr oder weniger gut erzählt sind, aber immer das Homer-Gepräge haben. Ich komme also auf den "Zauberring der argumentativen Vernunft" zurück, meine aber mehr uns mehr - und da nähern wir uns einander an -, dass die Vernunft ein Gefängnis und ein guter Lehrmeister ist.

W.W.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum