Psychosomatik (schmunzelnd) (Allgemeines)

Mimmi, Donnerstag, 15.08.2019, 20:27 (vor 121 Tagen) @ agno

Sobald die Diagnose MS gefällt ist, bin ich doch per Definition krank. Würde es sich z.B. um einen Zufallsbefund handeln und ich hätte keine Einschränkungen, würde ich mich allerdings nicht krank fühlen.
Ist ja mit vielen anderen Erkrankungen nicht anders, die per Früherkennung festgestellt wurden (Krebs,etc.)
Mit dem Glück ist das so eine Sache.
Egal ob gesund oder krank - wer ist schon zu 100% glücklich.
In der Regel weiß der Gesunde usw. sein Glück nicht zu schätzen; ich war ja auch nicht täglich aufs neue beglückt über meine sehr gute Befindlichkeit.
Meines Erachtens kann Krankheit sowohl eine Einschränkung, als auch Leiden (z.B. Schmerzen) bedeuten.
Jetzt bringe ich mal einen unschönen Begriff ins Spiel: in erster Linie kränken/demütigen mich die Einschränkungen durch die MS.
Demzufolge gibt es in mir durchaus verbitterte Anteile (noch so ein hässlicher Begriff).
Das heißt aber nicht, dass ich komplett unglücklich bin. Es gibt viele Dinge die mich glücklich machen und ich weiß auch, dass meine Lebenssituation nicht die Schlechteste ist.
Von daher finde ich meinen Ist-Zustand nicht besorgniserregend:
neue Einschränkung - Kränkung/Demütigung - Gewöhnung/Akzeptanz/Anpassung - froh sein über alles was noch klappt.....und so drehe ich mich im Kreis :-)


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum