Die Trennung von körperlichen und seelischen Krankheiten ist oft blödsinnig! (Allgemeines)

W.W. @, Donnerstag, 15.08.2019, 12:30 (vor 122 Tagen) @ Jakobine

Ja, ich halte Bournout für eine psychosomatische Krankheit. Die gesellschaftlichen Ursachen wie Höchstleistung, kapitalische Ausbeutung der Ware Mensch sind Basis und indirekter Grund dafür, krank zu werden. Nicht alle werden davon krank, aber immer mehr. Die Regeneration wird von den Betroffenen übersehen und kann bei der Dynamik des Bournouts nicht mehr eingeholt werden.
Auch halte ich Alkoholismus für eine psychosomatische Krankheit. Denn erst wenn psychische Probleme vorhanden sind, die nicht bearbeitet werden, kann Alkohol als Seelentröster fungieren, danach ist es unklar, was das Problem ist der Alkohol oder die psychischen Probleme. In der Folge sind physische Krankheit der Nieren, der Leber u. a. durch den "Genuss" des Alkohols bedingt.

Wenn ich es mir recht überlege, halte ich fast alle Krankheiten für psychosomatische Krankheiten - mit Ausnahme vielleicht der ALS und der Chorea Huntington. Sogar beim Glioblastom bin ich mir nicht sicher.

Aber wenn man das so sieht - höre ich schon den Einwand - dann ist das furchtbar undifferenziert und wirft alles in einen Topf!:-( Das will ich aber nicht. Ich will nur sagen, dass die Trennung von körperlichen und seelischen Krankheiten oft blödsinnig ist.

W.W.


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