die leidigen, alten Probleme in der Psychosomatik-Debatte (Allgemeines)

W.W. @, Donnerstag, 15.08.2019, 11:59 (vor 122 Tagen) @ Boggy

Dieses allgemeine Gerede von MS als einer angeblich "psychosomatischen Krankheit" ohne konkret zu werden, führt zu gar nichts, - außer zu Verwirrung.

Lieber Boggy,

es ist meine feste Überzeugung, dass man über die Psychosomatik nur "allgemein" reden kann. Die Psychosomatik entzieht sich einer mathematischen Betrachtungsweise oder dem naturwissenschaftlichen Zugriff. Weil sie - meiner Ansicht nach - etwas anderes ist. Sie ist keine mathematische oder naturwissenschaftliche Disziplin. Es hat keinen Sinn, seinen Nachbarn im Konzertsaal, nachdem der letzte Satz der IX. Sinfonie verklungen ist, zu fragen: "Und? Was beweist uns das nun?!"

Nicht, dass diese Frage falsch wäre, sie hilft uns nur nicht weiter. Weil ein Kategorienwechsel nicht dadurch besser erklärbar ist, wenn man ihn auf der tieferen Stufe erklärt, weil sie besser verstehbar ist.

Ich glaube, das, was ich anspreche, ist das Problem des Reduktionismus. dem auch Descartes aufgesessen ist. Er meinte, eine gute Erklärung sei leicht verständlich und immer mechanisch.

Ich glaube, eine gute Erklärung sollte sich nicht auf eine tiefere Stufe begeben, und sie ist oft unverständlich und nie mechanisch!

W.W.


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