HIV, Astrozyten usw. (Allgemeines)

Marc @, Sonntag, 07.07.2019, 17:46 (vor 12 Tagen) @ tournesol

Das hört sich alles nicht nach schnellen Ergebnissen und Fortschritten für MSler an, von denen wir schon Erkrankten noch etwas haben könnten.

Kann nicht pauschal sagen. Abhängig von Studie bzw. Studienergebnisse könnte auch innerhalb von ein paar Jahren eine nützliche Therapie entstehen.

Du gehst also von einem viralen Ursprung aus?

Ich erkenne nur plausible Hypothesen in welchen Viren eine Rolle spielen, denen aber leider seit Jahren nicht nachgegangen wird.

Das ist eine Möglichkeit, aber es könnte auch eine Sackgasse sein, die zumindest nicht auf alle zutrifft. Deshalb denke ich stürzt sich die Forschung nicht darauf.

Eine Sackgasse ist die Prämisse, das B-Gedächtnistellen „einfach so“ plötzlich verrückt spielen und der Grund dafür keine Rolle spielt. Insbesondere dann, wenn man diese mit einer Chemo dann aus dem Körper rausschmeißt und die Progredienz genauso weitermacht wie vorher...Da kann man genauso gut an die Auferstehung Christi oder an sprechende Schlangen glauben...

Ich habe nichts mit Wissenschaft zu tun, sondern kann mir Dinge nur logisch erklären, soweit ich sie verstehe. Bei MS scheint es keine allgemein anerkannten gesichterten Erkenntnisse zu geben, die auf alle Erkrankten zutreffen. So sucht sich jeder das heraus, was ihm zu passen scheint.

Es geht darum, Puzzlestücke zu finden und zusammenzusetzen. Sowohl bei der Pathogenese als auch beim Krankheitsverlauf. Viren sind ein wesentliches Puzzlestück.

Ich halte die Autoimmunerkrankungs-These für plausibel. Wodurch dieser Prozess bei einer bestehenden genetischen Disposition ausgelöst wird, kann bei jedem anders sein. Bei mir war es, denke ich, langanhaltender starker Dauerstress mit Vitamin-D-Mangel, bei anderen können es Viren oder etwas anderes sein. Bei mir hätte eine Antivirale Therapie dann doch auch nichts genützt, wenn Viren gar nicht die Ursache waren?
Vielleicht war aber auch durch den Stress mein Immunsystem geschwächt und ein Virus, der seit meiner Kindheit in mir geschlafen hatte, konnte angreifen und evtl. einen Autoimmunprozess oder direkt die MS auslösen. Oder eine Zecke, die mich ca. 1 Jahr vor der Diagnose gebissen hatte, hat das Ganze ausgelöst.

Unter „Viren“ sind im Zusammenhang einer MS sowohl Viren, irgendwann in den Körper gelangt sind als auch sogenannte „Retroviren“, die bereits im Genom des Körpers drin sind.

Was bei diesen Diskussionen zu „MS Ursachen“ anscheinend irgendwie regelmäßig verloren geht, sind logische Zusammenhänge um einen „Gesamtprozess“ plausibel zu erklären, der auch das Verhalten sämtlicher Komponenten des Nervensystems erklärt.

Es spielt ja nicht nur das Immunsystem verrückt sondern auch die Microglia, die Astrozyten, die Oligodendrozyten etc. Passiert alles so halt von alleine? Wegen „Streß“? Vitamin D Mangel? Wenn die Forschung nicht endlich belastbare Ergebnisse vorlegen kann, die solche Fragen anderweitig erklären können, dann haben nunmal alle eine Bühne, die sich berufen fühlen diese Leere mit ihren eigenen Vorstellungen zu füllen...


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