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Die Missachtung unserer (kulturellen) Identität (Straßencafé)

agno @, Sonntag, 07.07.2019, 14:08 (vor 17 Tagen) @ Tütensuppe

Demzufolge kann man nicht von e i n e oder d i e MSler - Identität sprechen, finde ich, oder?

...

Ps. ich weiß aber immer noch nicht, was das mit Karl May und den native americans zu tun hat

*hmpf* & *lächelnd*
Du hast viele Identitäten: Deutsch, weiß, weiblich, MS, usw
Kommt immer darauf an, wo Du stehst und wer dich in welchem Zusammenhang bewertet.
Nach meiner Meinung trifft Dich die MSler-Identität öfter als Dir bewusst ist.
Immer dann, wenn Du zwar nicht persönlich bekannt bist, der Mensch mit der Bewertungspeitsche aber deine Erkrankung kennt.
Paradebeispiel wären z.B. ein Neurologe, ein Pharmakologe, eine examinierte KGlerin in einer MS-(Selbsthilfe)Gruppe.
Von innen heraus fühlt sich das natürlich ganz anders an. Da sind die MSler alle differenziert & der Bewerter agiert tendenziell übergriffig.

Deshalb das von mir verlinkte Beispiel, vom gefühlt-lächerliche-korrekten Umgang mit der Figur Winetou in einem "Theater".
Egal wie man sich verrenkt, entweder man lässt es oder man blamiert sich.
Ob sich durch die Mühe einer gefühlten ethischen Korrektheit in der Winetoudarstellung, irgendwelche realen Probleme der Indianer in Amerika verändern, darf bezweifelt werden.

Genau so bleibst Du eine MSlerin, die immer dann wenn Sie nicht persönlich bekannt ist, vom gesunden Menschen einheitlich über einen Kamm mit anderen MS-Patienten geschoren wird. Wenn der Bewerter nun verkrampft-korrekt versuchen würde, deine Differenziertheit darzustellen, dann wären deine Probleme nicht grundsätzlich kleiner.
Ich unterstelle jenem verkrampft-korrekten Menschen, dass er nach Feierabend zu seinem Freund sagen würde: MSler sind bekloppt, mit denen muss man ganz vorsichtig reden. Irgendwas mit Hirnschwund und so.
agno

--
Gschafft ist aber noch nix


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