HIV, Astrozyten usw. (Allgemeines)

Marc @, Sonntag, 07.07.2019, 12:42 (vor 17 Tagen) @ tournesol

Es gibt entscheidende Unterschiede zwischen HIV und MS:

Bei HIV wurde der Verursacher relativ schnell gefunden und damit konnte die Forschung zur Bekämpfung bzw. Vermeidung sich in eine Richtung konzentrieren. Bei MS stehen auch nach jahrzehntelanger Forschung die Ursachen noch nicht fest und vermutete Auslöser wie 'Stress' sind nicht so leicht dingfest zu machen wie Viren.

HIV ist übertragbar und damit ist im Prinzip jeder in Gefahr zu erkranken. Für MS kann eine genetische Disposition bestehen (Pech), aber eine Übertragung ist nicht möglich.

AIDS war für die Welt als es allgemein bekannt wurde ein Schock. MS ist nicht direkt tödlich. Die Meisten, die überhaupt etwas mit MS anfangen können, kennen jemand, der auch nach langer Erkrankung noch voll arbeitet. Also kann es nicht so schlimm sein.

Die an MS-Erkrankten sind in ganz unterschiedliche Situationen und sich uneins und teilweise damit beschäftigt, MSler mit anderen Einstellungen zu bekämpfen.

Es ist richtig, dass eine MS wohl multifaktoriell bedingt ist und einen individuellen Verlauf einnehmen kann.

Damit wird der „Feind“ diffus und es ergeben sich in der Patientengruppe intern teilweise harte Fronten, die einen Zusammenschluss verhindern. Jeder definiert sich in der öffentlichen Diskussion dann „den gemeinen MSler“ und „die Heilung für MS“ wie es ihm/ihr lustig ist. Um alle sind dennoch erstaunt, dass Jahrzehnte vergehen ohne dass sich was Nennenswertes getan hat...

Was wären also konkrete Argumente, die aus der HIV Bewegung zu entnehmen wären?

„Wir“ - will heißen Patientengruppen - ändern in öffentlichen Foren die Prämisse der MS Forschung. Weg von der Neuroimmunoloige die sich mit T-Zellen fokussierten EAE Mausmodellen eine Habilitation nach der anderen intern hochgezogen hat und von einer eigensinnigen Pharma, die nur noch Chemos recycelt.
Plakatspruch: Ich habe MS und keinen Krebs!

Hin zu einer breiten, ergebnisoffenen Forschung, die aufgrund hinreichender Datenpunkte strukturierte Studien quer über unterschiedliche virale Krankheitserreger durchführt. Es kann nicht sein, dass die einzige größere Studie (INSPIRE) zu viralen Einflüssen auf eine MS zustande kam, weil der Hersteller (Merck) das Medikament spendiert hat, wohl wissend, dass es viele Alternativen gab, die vielversprechender gewesen wären..

Und wenn erstmal der virale Ursprung einer MS geklärt ist - und selbst wenn der Virus nur ein Kofaktor sein sollte - denn würden sich vermutlich andere Risikofaktoren bzw. Heilungsansätze entwickeln. Und dann wäre es klar, dass man sich möglichst frühzeitig behandeln lassen sollte - um die schädlichen Viren aus dem Körper zu halten, und nicht möglichst spät aus Angst vor möglichen Nebenwirkungen auf das Immunsystem...


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