Humane endogene Retroviren (HERV) und Mikroglia (Allgemeines)

Marc @, Dienstag, 02.07.2019, 15:09 (vor 104 Tagen) @ Boggy

Michael hat bei Sallys einen Beitrag gepostet, mit Verweis auf einen Artikel, der in diesem Zusammenhang auch wichtig sein könnte.

https://www.sallys-ms-cafe.de/forum/index.php?id=176750

Es heißt in dem Artikel u.a.:
"Wie der Erstautor dieser Forschungsarbeit, Dr. David Kremer, darlegte, wurde festgestellt, dass das Hüllenprotein (ENV) des pathogenen humanen endogenen Retrovirus Typ W (pHERV-W) einen wesentlichen Beitrag zur Schädigung der Nerven bei MS leistet.

In Zusammenarbeit mit Forschungsteams in Cleveland (OH, USA) und Montreal (CAN) zeigten die Autoren, dass das Hüllen-Protein die im ZNS ansässigen Mikrogliazellen dazu bringt, myelinierte Axone zu kontaktieren und zu schädigen."

Hallo Boggy,

Genau. Über diese Publikation hatte ich mich neulich mal mit Nalini ausgetauscht.

Hier kommt man wieder auf die Kernfrage zurück: "Machen Microglia einfach nur ihre Arbeit indem sie versuchen, das Gewebe (z.B. vor EBV oder Retroviren) zu schützen?"

Wenn man es also schaffen könnte über einen Monoklonalen Antikörper den HERV-W Retrovirus im ZNS zu reduzieren, dann ist die Hypothese, dass dass die SELs entsprechend abklingen und das Nervengewebe sich erholt.

Die Phase 2 Studien von GeNeuro hierzu sahen vielversprechend aus. Ob der Effekt wirklich klappt, wird man hoffentlich in den kommenden paar Jahren herausbekommen...

Grüße,
Marc

Tags:
Humane endogene Retroviren, HERV, Mikroglia


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