Der Tod und das Leben (Straßencafé)

W.W. @, Mittwoch, 15.05.2019, 18:08 (vor 102 Tagen) @ Jakobine

Da es verschiedene Ängste gibt gegenüber dem Leben und dem Tod, gegenüber der Sexualität, gegenüber sozialen Verwerfungen usw. usf. ist der Tod das Eintreten der Endlichkeit. Was viele Menschen im westeuropäischen Umfeld negieren, da man nicht an die Wiedergeburt oder an ein Leben nach dem Tod glaubt, keine Rituale hat, die einem mit dem Tod bekannt machen. Deshalb ist in unserer Gesellschaft Sterben ein Tabu, obwohl es zum Leben gehört.

Ich glaube, da ist etwas dran!

Zusätzlich fühlen sich in der Regel Männer unsterblich und verdrängen die Endlichkeit. Da sie bei einer Geburt nichts (sichtbares) mit der Lebenschöpfung zu tun haben, in den matriachalen Strukturen in grauer Vor-Zeit war es nicht erklärbar, ob der Mann an dem Schöpfungsprozess von Leben überhaupt beteiligt ist, sichtbar war nur die schwangere Frau.

Auch da ist etwas dran.

Ich gehe mal davon aus, Männer suchen sich etwas, was sie nach ihrem Tod hinterlassen, ein Baudenkmal, ein Verein, ein Unternehmen etc. oder was auch immer. Wenn ein Mann stirbt, muss er was hinterlassen? Die Hybris ist ebenso eine Verdrängung der Endlichkeit, da wir nur ein Staubkorn im Universum sind.

Und das trifft auf alle Fälle zu!:-)

W.W.


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