Über die Sprache (die manchmal nervt) (Straßencafé)

W.W. @, Dienstag, 14.05.2019, 12:18 (vor 102 Tagen) @ Kabar

Wenn ich meinem Gegenüber eine
Sprache "vorsäusle", die
ansonsten nicht meinem Sprachgebrauch
entspricht, dann mache ich dem/r/jenigen
was vor, das sog. Getue, als ob!

Und dies bemerke ich vermehrt in der
letzten Zeit.

Ich bin Ihnen sehr dankbar, dass Sie geantwortet haben.:-)

Wenn ich auf gut Deutsch etwas zum Ausdruck bringe,
dann ist das total in Ordnung und es freut mich,dass diese
schöne Sprache zum Klingen kommt.

Wenn dann das Gegenüber sich dann sofort einen
lateinischen,kategorischen oder
sonstwelchen Ausdruck bemüht, hemmt mich das eher,
denn ich weiß dann nicht, ob ich in meiner einfachen Wortwahl
verstanden wurde, oder ob das Gegenüber mir eigentlich
nur mitteilen wollte, wie g´scheit er oder sie ist!

Ganz besonders sind das lateinische, griechische oder sonstwelche
schriftstellerischen Ergüsse, deren Sinn ich dann erstmal hinterfragen muss.

Am besten kam ich sprachlich im Berufsleben mit der einfachen Wortwahl
zurecht, wo ich klipp und klar und eindeutig wusste, was Sache ist
und ich das Gefühl hatte, da "verbiegt" sich jetzt keine/r,
ja um vielleicht intelligenter zu wirken!

Es ist auch erstaunlich den entwicklungstechnischen Sprachgebrauch von Kindern und Jugendlichen
zu beobachten, denn je verschulter sie sind, desto mehr "Kraftausdrücke" wenden
sie an, egal welche Schulart sie besuchen.

Das ist eine sehr interessante Beobachtung!!! Als ob sich in uns etwas sträube, étepetéte zu sprechen!

Natürlich muss die Gesellschaft die Jugendlichen zu einer gepflegten Sprache
hinführen, die auch Tabus und Hindernisse beachten soll.

Ja, ich glaube auch, dass das Deutsche eine sehr gute Sprache ist!:-) Vielleicht müssen wir zurück zum Deutsch von Luther, Paul Gerhard und Goethe. Aber wenn die Sprache ehrlich sein soll, dann muss sie auch ein Spiegel sein! So, wie auch die BILD-Zeitung ein Spiegel ist.

W.W.


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