Über die Sprache (die manchmal nervt) (Straßencafé)

Kabar, Dienstag, 14.05.2019, 12:10 (vor 10 Tagen) @ W.W.

Wenn ich meinem Gegenüber eine
Sprache "vorsäusle", die
ansonsten nicht meinem Sprachgebrauch
entspricht, dann mache ich dem/r/jenigen
was vor, das sog. Getue, als ob!

Und dies bemerke ich vermehrt in der
letzten Zeit.

Wenn ich auf gut Deutsch etwas zum Ausdruck bringe,
dann ist das total in Ordnung und es freut mich,dass diese
schöne Sprache zum Klingen kommt.

Wenn dann das Gegenüber sich dann sofort einen
lateinischen,kategorischen oder
sonstwelchen Ausdruck bemüht, hemmt mich das eher,
denn ich weiß dann nicht, ob ich in meiner einfachen Wortwahl
verstanden wurde, oder ob das Gegenüber mir eigentlich
nur mitteilen wollte, wie g´scheit er oder sie ist!

Ganz besonders sind das lateinische, griechische oder sonstwelche
schriftstellerischen Ergüsse, deren Sinn ich dann erstmal hinterfragen muss.

Am besten kam ich sprachlich im Berufsleben mit der einfachen Wortwahl
zurecht, wo ich klipp und klar und eindeutig wusste, was Sache ist
und ich das Gefühl hatte, da "verbiegt" sich jetzt keine/r,
ja um vielleicht intelligenter zu wirken!

Es ist auch erstaunlich den entwicklungstechnischen Sprachgebrauch von Kindern und Jugendlichen
zu beobachten, denn je verschulter sie sind, desto mehr "Kraftausdrücke" wenden
sie an, egal welche Schulart sie besuchen.

Natürlich muss die Gesellschaft die Jugendlichen zu einer gepflegten Sprache
hinführen, die auch Tabus und Hindernisse beachten soll.

LG
Kabar


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