Inkompetenz beim "Kompetenznetz MS" (Allgemeines)

W.W. @, Freitag, 12.04.2019, 16:35 (vor 99 Tagen) @ Michael27

Ich rege mich wahnsinnig darüber auf, wenn in den vermeintlich seriösesten Publikationen der renommiertesten Ärzte mit detaillierten Handlungs-Empfehlungen bzgl. aller MS-Medikamente bzgl. der MS-Prävalenz widersprüchlicher Schwachsinn steht. Ein Faktor 3 nach oben oder unten scheint belanglos zu sein. Das ist für Menschen mit einem wissenschaftlichen Anspruch einfach nur völlig unseriös - und verunsichert MS-Betroffene mit Kinderwunsch natürlich !

Lieber Michael,

ich gebe Ihnen Recht. Auch ich glaube, dass die Zahlen der DMSG schlecht recherchiert sind.

Ich hoffe, dass meine Angaben Gnade vor Ihren Augen finden, obwohl ich die Zahlen der KKNMS zitiert habe:


Ist die MS erblich?
Sicher ist, dass bei der MS ein Erbfaktor eine Rolle spielt. In der wohl sorgfältigsten Studie zu dieser Frage fand George C. Ebers, dass die MS bei eineiigen Zwillingen in 34% konkordant auftrat, d.h. beide erkrankten an MS, im Vergleich zu 4% bei zweieiigen. Das Ergebnis zeigt aber auch, dass die erbliche Veranlagung allein nicht ausreicht, um eine MS auszulösen.

Wie könnten sich Erbanlagen auf die Anfälligkeit eines Menschen, eine MS zu bekommen, auswirken? Das ist nicht bekannt. Denkbar ist jedoch folgender Zusammenhang: Die Menschen unterscheiden sich voneinander in der Struktur des Myelins, so wie sie sich durch ihre Blutgruppen unterscheiden. Wenn jemand ein Myelin hat, das zufällig dem Eiweißmantel eines Virus sehr ähnlich ist, dann ist die Gefahr erhöht, dass Antikörper, die gegen das Virus gerichtet sind, auch das Myelin angreifen.

W.W.


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