Ocrevus : Mittel versuchen ? (Allgemeines)

W.W. @, Donnerstag, 04.04.2019, 17:50 (vor 104 Tagen) @ Johanna

Liebe Johanna,

zur Wirkung von Ocrevus ist mir Folgendes bekannt:

Wenn 100 Patienten mit PPMS 3 Monate lang unbehandelt bleiben, erleiden etwa 39 eine Krankheitsprogression, während es bei denen, die Ocrelizumab bekommen nur knapp 33 sind. Nach 3 Monaten profitieren also 6 Patienten von der Behandlung. Das mag statistisch signifikant sein, überzeugt aber nicht sehr, da 3 Monate sehr kurz sind und vom Ausmaß der Besserung nicht die Rede ist.

Auch hinsichtlich der Nebenwirkungen scheint mir Ocevus bedenlich zu sein:

Ocrevus® ist übrigens das erste und einzige Medikament, dass sowohl für die RRMS und PPMS zugelassen ist. Über Nebenwirkungen war noch nicht so viel bekannt, als ich dieses Kapitel schrieb. Die einzigen Informationen, die mir vorliegen, stammen von einem Forschungszentrum in New York (TISCHMS.org). Ihnen war zu entnehmen, dass es einige ernsthafte Bedenken gibt. In der ersten RRMS-Studie kam es innerhalb von 3 Jahren bei 9 Patienten zu verschiedenen malignen Erkrankungen (4 Patienten in den ersten 2 Jahren und 5 Patienten im Folgejahr). Das sei alarmierend hoch, wenn man bedenke, dass diese Patienten meist im 3. Lebensjahrzehnt standen und keine Krebsanamnese hatten.

Ich würde Ihnen also nicht zu einem Versuch raten, aber vielleicht haben Sie ja aktuellere Informationen.

Gruß,

W.W.


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