Was läuft schief bei der MS? (Allgemeines)

W.W. @, Donnerstag, 04.04.2019, 12:33 (vor 20 Tagen) @ Bernhard

Ich habe eben das Konzept von dem Kilchberg-Sanatorium im Café gelesen. Natürlich kann ich mich noch nicht fundiert genug darüber äußern, aber zunächst stieß ich mich an dem Begriff "Recovery". Zunächst dachte ich an die Scientology-Sekte, dann an etwas Amerikanisches, was man nicht ins Deutsche übersetzen kann und schließlich auch noch an etwas Esoterisches.

Nein, das ist nicht abwertend gemeint. Warum sollten uns die Amerikaner nicht überlegen sein: Thoreau, Walden, Bob Dylan, Pierce und William James??!

Und dennoch: "Recovery" könnte etwas Aufgepfropftes, Bemühtes und Unechtes haben. So, wie der "Zauberberg" in Davos etwas Unechtes hatte. Ich glaube, es war kein Einheimischer dort! Nur Hamburger, Russen, Settembrini und Naphtha.

Was amerikanisch ist, könnte ja modern und gut sein. Ich fing an, mir über das Wort "recovery" Gedanken zu machen. Bedeutet das nicht Wiedererweckung, dass man also etwas in sich wiedererweckt, was verlorengegangen ist? Die Kindheit? Die Liebe zur Natur? Ideale, die verloren gegangen sind? Ein Glaube, der seinen Sinn verloren hat?

Ich könnte mich also an all das, was in mir verschüttet worden ist, wieder erinnern, und die Welt würde auf einmal für mich neu erstrahlen. Aber da ist ja dieses Messianische, das mir Misstrauen einjagt.

W.W.


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