@W.W.,@all - Unterm Strich zur Vorhersehung von MS (Allgemeines)

Nalini @, Sonntag, 17.03.2019, 14:41 (vor 69 Tagen) @ jerry

Ausgehend von der Situation des MS-Neulings?!

Die gängige Praxis, sofort bei Diagnosestellung den Teufel an die Wand zu malen, Verlaufsmöglichkeiten jedem Patienten in den schwärzesten Farben darzustellen, davon zu reden dass man ohne unmittelbare Aufnahme der Immuntherapie(n) nix garantieren könne (unter geflissentlichem Verschweigen des Fakts, dass niemand was garantieren kann, ob mit oder ohne Medis)??!

Oder das sehr differenziert dargestellte 'Modell' des W.W., welches auf seinen naturgemäß begrenzten Erfahrungen beruht, mit der Konsequenz, dass immer mal jemand Jahre später im Rolli 'landen' wird, von dem er das nicht angenommen hätte?


LG, jerry


P.S.: als Neuling war für mich der Rollstuhl übrigens assoziiert mit Ende, Abstellgleis, lebensunwert. Wohingegen ich das im 33. Jahre ganz anders sah - und ich tu's noch immer :-P

Hallo jerry,

ich für meinen Teil bin sehr froh, dass ich als Neuling irgendwann auf die Publikationen und das Forum von W.W. gestoßen bin. Dort erfuhr ich zum ersten Mal, dass es hilfreich sein KANN, auf die Lebensumstände zu achten, die vorherrschten, als die Krankheit ausbrach. Und die vorherrschen, wenn ein Schub passiert. So dezidiert wie bei W.W. und in seinem damaligen Forum hatte ich das vorher von kaum jemandem ! gehört, und von der Schulmedizin schon gar nicht.

Diese Idee von den Lebensumständen hat mir, bei meiner Subform und Verlauf der Krankheit, sehr geholfen, alles zu analysieren und reflektieren. Nicht, dass diese Analysearbeit automatisch von "Erfolg" gekrönt sei :lookaround: - schließlich bin auch ich im Aktivrollstuhl "gelandet". Aber ich habe nun für mich eine Art *theoretischen Hintergrund* und meine für mich, meine Erkrankung und ihren Verlauf in meinem speziellen Fall besser verstehen zu können. Und das macht es für mich leichter, meine zukünftige Entwicklung abzuschätzen (mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von nicht null Prozent, aber so pie mal Daumen).

PS Für mich war am Anfang die Vorstellung von Rollstuhl etwa gleichbedeutend mit *Hölle*. Aber ich habe meine Einstellung geändert und gelernt, mit den Einschränkungen zu leben. Das war ein Prozess, so peu a peu. Ich stelle fest, der Mensch kann sich an vieles gewöhnen.


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