Kann man den Verlauf einer MS vorhersehen? (Allgemeines)

Marc @, Samstag, 16.03.2019, 18:52 (vor 70 Tagen) @ W.W.

Danke für Ihre ausführliche Antwort. Kommunikativ scheinen sie eine sehr ausgefeilte Patientenbetreuung zu haben.
Wenn sie diese zudem kostenlos angeboten haben, um so erfreulicher.:-)

Und ich habe natürlich nicht jedem gesagt, dass es gut werden wird, denn so ist es leider nicht, sondern ich sage immer, es gibt die 1/3-1/3-1/3-Regel: 1/3 haben einen guten Verlauf, 1/3 einen schlechten, und 1/3 liegt in der Mitte und man weiß nicht so recht.

Diese Faustregel ist sicherlich ein guter Startpunkt, wird übrigens auch von ihren Freunden im ärztlichen Beirat der DMSG verwendet.

Jetzt könnten wir ja einen Test machen, der meine Kritiker sicher nicht überzeugen wird, aber gibt es hier im Forum irgendwen, dem ich gesagt habe: "Die MS bringt Sie sicher nicht in den Rollstuhl!", und er oder sie haben dennoch einen EDSS von 7,0 oder mehr erreicht?

Bei der großen Gruppe an Forenschreibern hier wird das vermutlich eher eine rhetorische Frage gewesen sein.

...ich weiß, dass ich sie nicht überzeugen kann, und nicht, weil ich über besondere Fähigkeiten verfüge, sondern weil ich mir Zeit für meine Patienten nehme.

Ich glaube auch, dass eine ausführliche Patientenbetreuung wichtig ist für ein effektives Krankheitsmanagement. Man sollte diese Zeit aber nicht für den Austausch von Höflichkeiten nutzen sondern für eine gezielte Analyse der Progressionsmarker verbunden mit effektiven Gegenmaßnahmen. Die Vergabe von Ferndiagnosen in Internetforen ist jedenfalls wohl nicht ganz im Sinne einer „sorgfältigen Patientenbetreuung“


Die bisherige Frage bleibt aber bestehen: Wie kommen sie auf ihre 90% / 10% Regel?

Haben sie Referenzen oder einfach nur persönliche Erfahrungen basierend aufgrund eines tollen Verhältnisses mit ihrer handverlesenen Patientengruppe?


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