Warum sollten wir nicht auf Menschen Rücksicht nehmen, die Hoffnung brauchen? (Allgemeines)

Mimmi, Sonntag, 10.02.2019, 22:33 (vor 10 Tagen) @ W.W.

Sie sprechen also rein von der Arzt-Patienten-Beziehung; war mir nicht klar.
In Bezug auf das Thema "Hoffnung" finde ich den Arzt gar nicht so wichtig.
Dr. Med. stellt die Diagnose, klärt mich über die Therapiemöglichkeiten gemäß der Leitlinien auf, und dokumentiert den körperlichen Zustand.
Gesetz den Fall ich schlage alle seine Empfehlung in den Wind und mit mir geht es körperlich bergab, so wäre es dennoch anmaßend, unprofessionell und übergriffig, wenn er herablassend von "selber Schuld" sprechen würde.
Z.B. hält mein Neurologe die Gabe von Vitamin D für überflüssig - ich nehme aber dennoch 60.000IE pro Woche zu mir - seine Reaktion: exakt neutral, Achselzucken.

Generell kommt es natürlich auch immer auf die Erkrankung an. Ist eine Erkrankung gut erforscht und mit sehr gutem Erfolg zu behandeln, dann kann sich der Arzt sicherlich etwas weiter aus dem Fenster lehnen und auch mal ein mahnendes Wort fallen lassen.

Gerade bei z.B.chronisch fortschreitenden Erkrankungen kommt es in Punkto "Hoffnung" meines Erachtens stärker auf das soziale Umfeld an.


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