Warum sollten wir nicht auf Menschen Rücksicht nehmen, die Hoffnung brauchen? (Allgemeines)

Mimmi, Sonntag, 10.02.2019, 18:48 (vor 7 Tagen) @ Jakobine

Und wie so oft, kann ich Ihren Gedanken nicht folgen Herr Weihe.
Mir fällt dazu spontan ein Stichwort ein:"Entmenschlichung".
Sie vertreten doch permanent und vehement Ihre ganz eigene Sichtweise auf die Dinge und neigen dazu Andersdenkende abzuwerten.

Gegenseitige Rücksichtnahme sollte etwas Selbstverständliches sein - egal in welch einer Lebenssituation sich jemand befindet.

Warum also über eine Selbstverständlichkeit disskutieren?
Genauso wie die Hoffnung etwas Urmenschliches ist. Befindet sich jemand in einer ausweglosen Situation und ich nehme Ihm das letzte Fünkchen Hoffnung, dann wäre dies einfach nur abscheulich.

Bezogen auf die MS
- es ist nunmal eine chronisch, fortschreitende, bislang unheilbare Erkrankung
- es kann also kein richtig oder falsch geben
- jeder Verlauf ist anders, jeder Körper reagiert anders, jeder entwickelt seine eigenen Strategie damit umzugehen
- setzt jemand seine ganze Hoffnung in eine Vorgehensweise um seinen Status quo zu erhalten/zu verbessern, dann kann man doch einfach nur gutes Gelingen wünschen

Ich persönlich glaube nicht an Homöopathie und etliche alternative
Heilsversprechen. Kenne aber einige MSler die genau diesen Weg gehen und gut damit fahren - also bitteschön, warum nicht.
Letztendlich ist egal was man unternimmt oder eben auch nicht. Wichtig ist nur, dass es sich für einen persönlich richtig anfühlt.

Für mich ist es eher traurig zu sehen, wenn jemand einfach nur verzweifelt ist, weil die MS so rasant fortschreitet und in der Situation Unmengen an Geld für alternative Wege, Geistheiler usw. ausgibt. Trotzdem ist auch hier wiederum positiv, dass noch ein Rest Hoffnung vorhanden ist.

In diesem Sinne:"Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt."


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum