Distanz und Einfühlung (Allgemeines)

Jakobine, Samstag, 12.01.2019, 16:22 (vor 69 Tagen) @ stefan

Ich möchte es mal so sagen. Natürlich kann jemand der keine Spastik hat, nicht nachvollziehen, wie es ist, mit einer Spastik zu leben, zu liegen und zu laufen.

Ich erkläre es den sogen. Laien immer so, dass ich an jedem meiner Beine etwa 10 kg und mehr mitschleppe, bei jedem Schritt und dass ich mich in der Nacht umdrehe und plötzlich sind die Muskeln, auf denen ich liege, stark angespannt, so dass ich dadurch aufwachen kann. Dass ich bei bestimmten Themperaturen von den Füssen bis zur Taillie nur kalt bin und friere, obwohl, wenn ich meinen Körper in dieser Region anfasse, er fast Körperthemperatur hat. Ich erkläre es nur den Menschen, wo ich weiß sie interessieren sich dafür.

Der Unterschied, so finde ich, ist bei den Ärzten ein anderer. Der Arzt bzw. die Ärztin braucht eine notwendige Distanz zum Patienten. Die Einfühlung kann nur eher auf der kommunikativen Ebene sein, da die Diagnose und die Therapie im Sinne des/der Patienten/in sein müsste.
Auch ein Psychotherapeut, muss die Distanz gegenüber seinem Patienten einhalten. Das ist bei dieser Berufsgruppe eklatant wichtig, damit es nicht zu "psychologischen Übergriffen" kommt.
Wichtig ist insbesondere, dass der Arzt den Willen des Patienten akzeptiert. G. Jakobine


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