zwei Fliegen mit einer Klappe (Allgemeines)

W.W. @, Mittwoch, 09.01.2019, 16:22 (vor 9 Tagen)

Nehmen wir einmal an, ein Arzt hätte lange studiert und viele Erfahrungen mit der MS erworben, und er glaubt daran, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, dass man die MS mit neuen Medikamenten besiegen kann. Er hält nichts noch Miesmachern und Pharmaparanoikern, die dem medizinischen Fortschritt skeptisch gegenüberstehen, und meint, solche Leute würden den MS-Betroffenen jeden Mut nahmen. Von einem Pharmareferenten wird ihm ein neues MS-Medikament vorgestellt, das wahre Wunder verspricht. Es soll die Zahl der Schübe halbieren und kaum Nebenwirkungen machen. Außerdem leuchtet ihm der Wirkungsmechanismus ein.

Warum sollte er es ablehnen, dieses neue Medikament seinen MS-Patienten zu empfehlen? Natürlich sind solche Neueinführungen mit einigem Schreibkram verbunden, und der Pharmareferent bietet ihm hierfür pro Patient 300 € pro Quartal, wenn er sie regelmäßig nachuntersucht.

Ist das nicht ein fairer Deal, und kann der Arzt aufgrund aller ihm vorliegenden Unterlagen ein gutes Gewissen haben? Kann man ihm vorwerfen, dass er die medizinische Forschung unterstützt, nur weil er dafür eine Aufwandsentschädigung bekommt?

W.W.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum