martialischer Lehrsatz in der Ausbildung? (Allgemeines)

kerstin @, Sonntag, 06.01.2019, 11:32 (vor 138 Tagen) @ fRAUb

Guten Morgen fraub,

gerade habe ich deinen spannenden Beitrag gelesen.

Manches verstehe ich nicht.

Ich kann die Einstellung "Es ist, wie es ist" und so bin ich zufrieden, mit dem was ist, absolut nachvollziehen. Weil man vielleicht schon zu oft alles versucht hat, die MS einem immer wieder an den unmöglichsten Stellen die Beine weg-gegrätscht hat und man irgendwann einfach die Schnauze voll davon hat.

Aber... ich bin nicht so.
Das heißt nicht, dass ich unzufrieden bin, ich denke nur anders. Irgendwie in wesentlich komplexeren Zusammenhängen...

Ich finde das keinen Widerspruch, komplexere Zusammenhänge zu erkennen und gleichzeitig die eigene Erkrankung zu akzeptieren im Sinne von " es ist wie es ist".


Was ich nicht will, ist der MS mit sehr risikobehafteten Therapien Einhalt gebieten. Nach der langen Zeit, stellt sich die Option auch gar nicht mehr. Außerdem, bin ich, wie WW auch, nicht einverstanden mit der Eindimensionalität,

Das sehe ich ganz genau so.


Was will ich erreichen? Ich will eine andere, eine umsichtigere, komplexer denkendere Medizin.

Warum? Weil Medizin, so wie sie gerade betrieben wird, zu uneffektiv und zu teuer ist: Und weil Olaf Scholz heute morgen verlautbaren ließ, dass die fetten Jahre jetzt vorbei sind

Ich befürchte mittlerweile sehr stark, dass wir uns auf die Zusagen zur Teilhabe nicht mehr verlassen können!!!

Liebe Leute, macht was draus!

Bitte schön, was soll der Apell an die anderen, was machst Du?


PS: was ich damit grundsätzlich schreiben will: Eure Einstellung in allen Ehren. Aber sie wird nichts (ver-) ändern. Alles wird so bleiben wie es ist. Dann doch lieber ein Psycho, wie Doc Weihe, der in komplexeren Zusammenhängen denkt. Im übrigen, halte ich die 'Psychische Verfassung' gerade bei chronischen Erkrankungen, für einen überaus wichtigen und nicht zu unterschätzenden Aspekt. Man muss schon stark sein, um dem was entgegenzusetzen.

Sicher ist das eine sehr berechtigte Frage, was tun wir eigentlich, um in unserem Sinne etwas zu verändern in diesem Gesundheitssystem ? Ich weiß es nicht und würde daran gerne mit allen weiter diskutieren.

Hast du für dich Antworten?

Viele Grüße von Kerstin


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