martialischer Lehrsatz in der Ausbildung? (Allgemeines)

W.W. @, Sonntag, 06.01.2019, 09:54 (vor 231 Tagen) @ fRAUb

Ich denke, fRAUb hat eine sehr engagierte Stellungnahme abgegeben.:-) Was mich besonders gefreut hat, war natürlich ihr Statement zur Eindimensionalität der Medizin.

fRAUb hat es bereits deutlich ausgeführt, aber ich möchte es noch einmal betonen, worin diese Eindimensionalität besteht: Wenn der Körper Wasser einlagert, weil das Herz schwächer geworden ist und darum das Venenblut immer schwächer absaugen und damit im Kreislauf zirkulieren lassen kann, dann kann man Herzenzyme, die die Herzkraft steigern, "aufmöbeln", so dass sie kräftiger den Herzmuskel bewegen, aber das würde ich als "eindimensional" bezeichnen.

Nicht eindimensional wäre, wenn man langsam seine Gehstrecke steigert, auf sein Gewicht achtet und auf Nikotin und Alkohol verzichtet. Warm eigentlich nicht? Wahrscheinlich weil ich ein Rousseausches Vorurteil habe, dass die Organismen, die den täglichen Anforderungen genügen (also nicht auf dem Sofa sitzen und mit Vergnügen 2 oder 3 km einkaufen gehen(!), schlank sind und auf Drogen verzichten, dem am besten entsprechen, wozu der Körper gebaut ist.

Die Drogen und die Chemie verführen dazu, den Körper mit Ersatzbefriedigungen zufriedenzustellen, die ihm auf Dauer nicht gut tun. Darum ist es besser, sich daran zu orientieren, was den Körper auf natürliche Weise lebensfähig macht.

Dahinter mag eine bestimmte Ideologie lauern, nämlich die des zählebigen Naturburschens (jetzt fällt mir das weibliche Pendant nicht ein), aber man könnte ja das Urgesunde in ihm Abmildern und geradezu veredeln durch Bach und Kant.

W.W.


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