martialischer Lehrsatz in der Ausbildung? (Allgemeines)

fRAUb @, Sonntag, 06.01.2019, 07:55 (vor 137 Tagen) @ agno

Natürlich, dürft ihr leiden, wenn ihr das wollt.
Ich wünsche euch aber was anderes.


Liebe FrauB
Diese Aussage mit dem Recht auf Leiden ging an Jerry, habe ich so auch schon öfter zu Jerry gesagt und ist nicht böse gemeint.

Das habe ich schon verstanden...und trotzdem...

Diese Aussage ist bei gewissen Konstellationen die einzig moralisch einigermaßen korrekte & emotional für Außenstehende verkraftbare, Aussage.
Nichts für ungut!
Ich wollte Dir nichts böses!

Das weiß ich. Und gewiss will mir Jerry auch nichts Böses und doch prallen grundsätzliche Lebenseinstellungen aufeinander, die ich nur für schwerlich miteinander vereinbar halte.

mit freundlichem Gruß
agno

...ich versuch's trotzdem:

Ich kann die Einstellung "Es ist, wie es ist" und so bin ich zufrieden, mit dem was ist, absolut nachvollziehen. Weil man vielleicht schon zu oft alles versucht hat, die MS einem immer wieder an den unmöglichsten Stellen die Beine weg-gegrätscht hat und man irgendwann einfach die Schnauze voll davon hat.

Aber... ich bin nicht so.
Das heißt nicht, dass ich unzufrieden bin, ich denke nur anders. Irgendwie in wesentlich komplexeren Zusammenhängen...

Was ich nicht will, ist der MS mit sehr risikobehafteten Therapien Einhalt gebieten. Nach der langen Zeit, stellt sich die Option auch gar nicht mehr. Außerdem, bin ich, wie WW auch, nicht einverstanden mit der Eindimensionalität, bzw. Kurzsichtigkeit, der Medizin. Ich möchte ein, zwei,... Beispiele dazu schreiben:

- Wassereinlagerungen. Menschen, die älter sind und sich weniger bewegen, lagern Wasser ein, unter anderem auch hormonell bedingt. Das kann nicht nur schwere Beine machen. Was hilft ist, sich trotzdem zu bewegen. Manchmal nur so gut es eben geht und manchmal auch, bis an die Grenze, resp. bis die Bewegungshemmung aufgehoben ist.

- Neurogenese: Das Gehirn besitzt grundsätzlich die Fähigkeit zur adulten Neurogenese. Voraussetzung dafür ist, dass man läuft, bzw. geht.
Es stellt sich meinerseits also die Frage zwischen einem Zusammenhang zwischen abnehmender Gehfähigkeit und Hirnatrophie, also ob eine Hirnatrophie nicht die logische Konsequenz einer abnehmenden Gehfähigkeit sein könnte?!

- Ernährung: Es gibt von Evers über Paleo und Keto alle möglichen Empfehlungen. Je nachdem unter welchem Aspekt man die Erkrankung betrachtet.
Vielleicht wäre eine rumgedrehte epigenetische Speisekarte nicht schlecht. Maßgescheidert, natürlich.

Was will ich erreichen? Ich will eine andere, eine umsichtigere, komplexer denkendere Medizin.

Warum? Weil Medizin, so wie sie gerade betrieben wird, zu uneffektiv und zu teuer ist: Und weil Olaf Scholz heute morgen verlautbaren ließ, dass die fetten Jahre jetzt vorbei sind

Ich befürchte mittlerweile sehr stark, dass wir uns auf die Zusagen zur Teilhabe nicht mehr verlassen können!!!

Liebe Leute, macht was draus!

LG

PS: was ich damit grundsätzlich schreiben will: Eure Einstellung in allen Ehren. Aber sie wird nichts (ver-) ändern. Alles wird so bleiben wie es ist. Dann doch lieber ein Psycho, wie Doc Weihe, der in komplexeren Zusammenhängen denkt. Im übrigen, halte ich die 'Psychische Verfassung' gerade bei chronischen Erkrankungen, für einen überaus wichtigen und nicht zu unterschätzenden Aspekt. Man muss schon stark sein, um dem was entgegenzusetzen.


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