Ist die MS wirklich eine Erkrankung der weißen Hirnsubstanz? (Allgemeines)

W.W. @, Samstag, 01.12.2018, 12:27 (vor 14 Tagen) @ W.W.

Punkt 8: Die Herde sind - sagen die Pathologen - oft mit bloßem Auge sichtbar, und man sieht sie ja auch gut auf den Kernspinbildern, wo sie geradezu ins Auge springen. Umstritten ist, ob sie zufällig verteilt sind. Das steht in den meisten Lehrbüchern, aber es gibt auch Neurologen, die meinen, sie hätten "Vorzugslokalisationen", seien also bevorzugt im Sehnerven, Halsmark und um die Hirnventrikel herum lokalisiert.

Das hatte ich bereits besprochen. Ein Wort noch dazu, ob die MS wirklich eine White matter-disease ist (Erkrankung der weißen Hirnsubsatnz): 1962 wurde in einer histologischen Studie von Brownell und Hughes gezeigt: 26% der Hirnläsionen bei der MS beteiligten die graue Substanz. Die Mehrzahl dieser Läsionen lag an der Mark-Rindengrenze. Die restlichen 35% lagen entweder in den Hirnkernen und mitten in der Hirnrinde.

Eine andere histologische Studie wies in 93% corticale Läsionen auf (Lumsden 1970).
59% davon betrafen den cerebralen Cortex.

Ich glaube, Hirnrinde und Hirnkerne sind häufiger betroffen, als man denkt.

W.W.


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