Unterschiedliche Wahrnehmungen zum Thema Stress (Allgemeines)

Jakobine, Freitag, 30.11.2018, 19:59 (vor 9 Tagen) @ W.W.

Was die Wahrnehmung von Frauen auf den Stress begründet, ist allgemein gesagt, das Rollenbild der Frau, das von ihr die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verlangt. Das bedeutet, dass Frauen neben den beruflichen Herausforderungen die Haus- und Familienarbeit leisten. Wenn das zwischen den Geschlechter geteilt wird, ist trotzdem die Mehrarbeit in Familie und Haushalt bei der Frau angesiedelt. Das ist das Rollenbild, Frauen sind für die Haus-, Gefühls- und Beziehungsarbeit zuständig und fühlen sich qua Sozialisation (zur Frau) dafür zuständig. Das bedeutet Doppelbelastung und doppelteter Stress. Allein die Advents- und Weihnachtszeit ist für manche Frauen Stress pur.
In Karriere- und männlich dominierten Berufen ist die Anpassung an männliche Strukturen und die Anerkennung als Frau in dem Metier eine Herausforderung. Auch ist es eine Herausforderung eine Führungsposition inne zu haben, da nicht alle Männer sich von einer Frau "führen" lassen wollen. Es hat sich vieles verändert, aber die subtilen Unterdrückungsmechanismen bleiben. Es ist eben ein Patriarchat, in dem Frauen und Männer leben. Und das hat Konsequenzen auf die Lebensqualität. Auch haben Frauen vielfach Schuldgefühle, wenn sie alle unterschiedlichen Anforderungen in ihrem Alltag nicht zusammenbringen.
Frauen sind häufiger in einer Psychotherapie, verlassen häufiger ihre Männer, weil sie Unerträgliches nicht in der Multiplikation aushalten können und wollen. Ausnahmen bestätigen die Regel, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Spass beiseite!
Im Kontext von Gesundheit und Krankheit werden wenig Studien geschlechtsspezifisch durchgeführt. Das gilt für die Wirkung von Medikamenten sowie von Krankheit. Im Zusammenhang mit Herzinfarkten gibt es Untersuchungen, wie sich der Herzinfarkt anders bei Frauen wie bei Männer zeigt, so dass manche Frauen, nicht daran denken, ohne die typischen Symptome überhaupt einen Herzinfarkt zu haben. Auch ist dir Rekonvalizenz bei Frauen mit vorangegangenen Herzinfart schlechter als bei Männern, so dass im ersten Jahr vermehrt Frauen versterben, Damit habe ich mich in den 90zigern beschäftigt, die aktuellen Zahlen habe ich nicht mehr. Die Vertreterinnen des Deutschen Ärztebundes hatten darüber informiert. Eigentlich müsste das allgemein bekannt sein, was es nicht ist. Frauen müssen einfach durch ihre Rollenzuweisung sensibler als Männer sein, so nehmen sie Stress besser wahr und können viele Dinge nicht ignorieren, die Männer einfach übersehen. Grüße Jakobine


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